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Buchrezension: S. Seidel: Entfeindet Euch!

Bücher sind wichtige Impulsgeber für gesellschaftliche Debatten und eröffnen neue Perspektiven auf soziale, politische und ethische Fragen unserer Zeit. Die folgenden Rezension aus der sozialen Information INTERESSE stellt eine ausgewählte Neuerscheinung vor, fasst zentrale Inhalte zusammen und ordnet sie in ihren sozialpolitischen Kontext ein. Sie soll dazu beitragen, Hintergründe zu verstehen, Diskussionen anzuregen und zur eigenen Meinungsbildung einzuladen.

Stefan Seidel: Entfeindet Euch! Auswege aus Spaltung und Gewalt Claudius Verlag, München 2024, 128 Seiten

 

Stefan Seidel nimmt die zunehmende Verfeindung in Politik, Gesellschaft und öffentlicher Debatte unter die Lupe. Er analysiert, wie Feindbilder entstehen und schlägt Wege aus derEntfeindung vor:

 

Empathie, das Zulassen von Zwischentönen, Dialog, Kompromiss und die Suche nach Gemeinsamkeiten. Verfeindung, Spaltung und Polarisierung betreffen nicht nur internationale Konflikte, sondern sind in vielen Gesellschaften auch auf kommunaler und persönlicher Ebene spürbar. Seidels Buch trifft also einen echten Nerv, nicht als philosophischer Fachaufsatz, sondern als Appell. Die Vorschläge zur Entfeindung sind keine utopischen Träumereien, sondern beinhalten konkrete Vorschläge und Denkhaltungen, etwa das Akzeptieren des anderen in seiner Andersheit.

 

Stefan Seidel bringt überzeugend zum Ausdruck, dass Feindschaft nicht naturgegeben ist, sondern kulturell und sozial erzeugt wird – und dass sie durch bewusste Entscheidungen zurückgedrängt werden kann.

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