Für die Urwahl motivieren und mobilisieren
WAS FÜR DIE PFARRGEMEINDE UND DIE PGR-WAHL MOTIVIERT:
Was Menschen an der Pfarrgemeinde, der Kirche am Ort gefällt, ist in der Sinus-Milieu-Studie (Link zu den Sinus-Milieu-Personas-Karten) dargestellt:
„Mir ist wichtig, dass es gut weitergeht.“
„Gut gestaltet Gottesdienste stärken mich.“
„Kinder brauchen die Gemeinschaft in der Jungschar.“
„Mir sind Traditionen wichtig; sie gehören gepflegt.“
„In der Kirche bauen wir an einer guten Zukunft.“
„Ich treffe mich mit anderen Frauen/Männern in der Pfarrgemeinde, dort geht es einfach um uns, und das ist thematisch nicht so eng definiert wie in Vereinen.“
„Ich kenne Leute dort, es ist eine gute Stimmung.“
WAS HINDERT AN DER TEILNAHME? - FRAGEN
Zur Pfarrgemeinderats-Wahl sind alle Katholik:innen einer Pfarrgemeinde eingeladen. Was könnte sie hindern teilzunehmen?
1. „Ich weiß wenig über unsere Pfarrgemeinde.“
2. „Pfarrgemeinderat - Was ist das überhaupt?“
3. „Es verändert sich nichts in der Kirche!“
4. „Ich habe den Wahltermin/Wahlzeitraum vergessen!“
5. „Ich habe andere Termine zu den Wahlzeiten.“
6. Wenige Kontakte mit Aktiven in der Pfarrgemeinde: „Ich kenne niemanden dort.“
DAS UNTERSTÜTZT DIE TEILNAHME: - ANTWORTEN
1. Gute Information über viele Kanäle
2. Ansprechende Informationen in allen Phasen der Wahl (Kommunikationsplan)
3. In der neuen Struktur der Diözese Linz hat der Pfarrgemeinderat eine größere Bedeutung. „Deshalb ist Deine Beteiligung bei der PGR-Wahl wichtig.“
4. Intensive Bewerbung von Wahlzeitraum/Wahltag
5. Briefwahl aktiv anbieten
6. „Aber mich kennst Du ja!“
FÜR DIE URWAHL MOBILISIEREN
Urwahlzeiten intensiv bewerben
Bei der Urwahl ist es besonders wichtig, auf die Wahlzeiten aufmerksam zu machen. Denn sie werden nicht wie der Wahltag 7. März 2027 österreichweit beworben, sondern diese Wahlzeiten werden individuell von den Pfarrgemeinden festgelegt und müssen von diesen beworben werden.
Ideen für Zusatznutzen
- Urwahlzeiten an Öffnungszeiten koppeln - zum Beispiel an jene der Öffnungszeiten der Bibliothek: Nach dem Bücher-Zurückbringen und -Aussuchen gebe ich meinen Urwahlstimmzettel bei der Wahlkommission ab oder fülle ihn aus.
- Urwahlzeiten mit anderen Ereignissen koppeln: Zum Beispiel nach einer Jungscharstunde, wenn die Eltern ihre Kinder abholen, gibt es die Möglichkeit, den Urwahlstimmzettel bei der anwesenden Wahlkommission auszufüllen/abzugeben.
- Aktionen zur PGR-Wahl: Über die Abgabe des Stimmzettels hinaus, könnte ein Angebot der Beteiligung gegeben werden: Während des Wahlzeitraums steht eine große Schatzkiste beim Wahllokal. Alle sind eingeladen, auf Kärtchen zu schreiben, was sie an der Pfarrgemeinde schätzen; oder an einen „Wunschbaum“ gute Wünsche für den neuen Pfarrgemeinderat zu hängen.
Weitere Ideen für die Wähler:innen-Mobilisierung
- Verschiedene Wahllokale anbieten Es muss nicht immer der Pfarrgemeindesaal oder das Pfarrgemeindebüro sein. Warum nicht in einem Gasthaus, in einem Geschäft, in der Kirche ein Wahllokal anbieten?
- Gruppen der Pfarrgemeinde aktivieren: Es ist gut, vorhandene Strukturen zu nützen, Gruppen etc. an die Wahl erinnern und zur Teilnahme einzuladen. Es ist nicht selbstverständlich, dass selbst Aktive zur PGR-Wahl gehen. Die Aktiven ersuchen, in ihrem Umfeld auf die PGR-Wahl aufmerksam zu machen und zur Teilnahme zu motivieren.
- Persönliche Einladung aussprechen: Im familiären Umfeld, in der Nachbarschaft, in Freundeskreisen: Beispiele siehe „Mündliche Einladung“ auf Seite 17 im Handbuch.
- Den Wähler:innen entgegenkommen:
- Stimmzettel aussenden/austragen
- Wahl-Informationskarten versenden/austragen
- Briefwahl aktiv anbieten