Wussten Sie, dass...
Wussten Sie, dass …
… der Begriff Freiwilligentätigkeit/Ehrenamt freiwillige, d. h. nicht gesetzlich verpflichtende, unbezahlte (unentgeltliche) Tätigkeiten und Leistungen von Privatpersonen umfasst, die zum Zweck der Förderung der Allgemeinheit oder aus vorwiegend sozialen Motiven außerhalb des eigenen Haushalts erbracht werden, ohne dass diese in Erwerbsabsicht aufgrund eines Arbeitsverhältnisses oder im Rahmen einer Berufsausbildung erfolgen. Dies können sowohl formelle Dienste innerhalb eines Vereins als auch informelle, privat geleistete, sein.
… man unter formeller Freiwilligentätigkeit/Ehrenamt unbezahlte Tätigkeiten, die innerhalb einer Organisation oder eines Vereins – zum Beispiel Feuerwehr, Rettung, Kulturverein, Kirche – erbracht werden versteht? Dabei kann es sich um Leitungsfunktionen, die Beteiligung an Kernaufgaben, wie beispielsweise an Einsätzen, oder unterstützende Tätigkeiten, z. B. Spenden sammeln, handeln.
… informelle Freiwilligentätigkeiten privat organisierte Tätigkeiten ohne einen Verein oder eine Organisation im Hintergrund für Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, beispielsweise Freund:innen oder Nachbar:innen sind? Ein typisches Beispiel für informelle Tätigkeiten ist die Nachbar:innenschaftshilfe.
… 48,2 % der österreichischen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren laut der Erhebung zur Freiwilligentätigkeit in Österreich 2025 in den letzten zwölf Monaten freiwillig tätig war? Hochgerechnet entspricht dies rund 3 726 000 Personen (in formeller und informeller Freiwilligentätigkeit)
… das freiwillige Engagement im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Jahre seit 2006 leicht gestiegen ist? Im Vergleich zum Jahr 2022 blieb es in etwa gleich hoch (2025: 48,2 %, 2022: 49,4 %).
… 50,4 Prozent der 15- bis 29-Jährigen freiwillig tätig sind?
… von den 30- bis 39-Jährigen 50,8 Prozent freiwillig engagiert sind?
… sich 52,6 % der 40- bis 49-Jährigen ehrenamtlich engagieren?
… die ehrenamtliche Beteiligung in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 53,1 % am höchsten ist?
… die mit Abstand höchste Beteiligungsquote von 57% beim letzten Bericht die 60- bis 69-Jährigen aufwiesen - also jene, die sich auch nach Ende ihrer Erwerbsarbeit mit gemeinnützigen Aktivitäten einbringen? Im aktuellen Bericht sind es 47,8 % der 60- bis 69-Jährigen, die sich engagieren.
… 40 Prozent der 70- bis 79-jährigen ehrenamtlich aktiv sind?
… 24,2 % der über 80-Jährigen – also fast ein Viertel dieser Altersgruppe - einer freiwilligen Tätigkeit nachgehen?
… 45,8 % der Personen, die allein leben einer freiwilligen Tätigkeit nachgehen? Im Gegensatz dazu trifft dies auf je 50,3 % der Personen zu, die in einem Haushalt mit vier oder mehr Personen wohnen und jene, die in Dreipersonenhaushalten wohnen.
… die höchste Beteiligungsquote mit 54,2 % jene aufweisen, die angegeben haben überwiegend erwerbstätig zu sein, gefolgt von Personen in Ausbildung (50,9 %) und haushaltsführenden Personen (44,7 %)? Die Beteiligungsquoten von arbeitssuchenden bzw. arbeitslosen Personen (39,6 %), Pensionist:innen (39,4 %) und Personen mit einer anderen Hauptaktivität (37,9 %) liegen auf einem ähnlichen Niveau.
… die höchsten Beteiligungsquoten im Freiwilligensektor in Oberösterreich mit 52,3 %, Niederösterreich mit 51,6 % und Vorarlberg mit 51,2 % sind?
… die rund 3,7 Millionen engagierten Personen in Österreich insgesamt rund 22 Millionen Stunden pro Woche an freiwilliger, unbezahlter Tätigkeit, entweder im Rahmen eines Engagements in einer Organisation oder einem Verein oder auf informeller Basis leisten? Im Durchschnitt sind das etwa 6 Stunden pro Woche und aktiver Person.
… die Summe der formellen Stunden – z.B: in der Diözese, im Verein, … - sich auf etwa 6 Millionen pro Woche insgesamt beläuft? Jene der informellen Tätigkeiten ist mit rund 16 Millionen deutlich höher.
… etwa jede vierte Person (24,1 %), die in Österreich lebt, einer formellen Freiwilligentätigkeit nachgeht? In dieser Gruppe sind alle Ehrenamtlichen unserer Diözese vertreten.
… 25 Prozent der 15- bis 29-Jährigen sich in der formellen Freiwilligentätigkeit engagieren?
… von den 30- bis 39-Jährigen 25,4 Prozent in diesem Bereich freiwillig engagiert sind?
… sich 27,2 % der 40- bis 49-Jährigen ehrenamtlich engagieren? Das ehrenamtliche Engagement im formellen Ehrenamt in Vereinen und Organisationen ist in dieser Altersgruppe am höchsten.
… die ehrenamtliche Beteiligung in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 26,7 % am zweithöchsten ist?
… im aktuellen Bericht in der formellen Freiwilligentätigkeitsich 22,6 % der 60- bis 69-Jährigen engagieren.
… 21,7 Prozent der 70- bis 79-jährigen ehrenamtlich aktiv sind?
… 10,5 % der über 80-Jährigen freiwilligen Tätigkeit z.B. in einem Verein oder einer Organisation (formelle Freiwilligentätigkeit) nachgehen?
… im formellen Ehrenamt die höchste Beteiligungsquote mit 28 % jene aufweisen, die angegeben haben überwiegend erwerbstätig zu sein, gefolgt von Personen in Ausbildung (27,9 %) und haushaltsführenden Personen (20,2 %)? Die Beteiligungsquoten von Pensionist:innen (19,1 %) und arbeitssuchenden bzw. arbeitslosen Personen (11,1 %) auf diesen Prozentpunkten liegen.
… der Anteil der Personen, die genau einen Verein bzw. eine Organisation genannt haben, bei 67,3 % und damit etwas über zwei Drittel liegt? Rund ein Fünftel ist in zwei Vereinen bzw. Organisationen aktiv. 5,8 % entfallen auf drei Organisationen und nur 1,7 % sind in mehr als vier Organisationen engagiert.
… wenn man die Verteilung der Aufgaben nach dem Geschlecht der Freiwilligen betrachtet, sich beträchtliche Unterschiede zeigen: Leitungs- und Führungsaufgaben (68,6 % Männer), Interessensvertretung und Mitsprache (64,8 % Männer) und der Aufgabenbereich der Beratung (62,8 % Männer) sind weiterhin zu großen Teilen männlich besetzt. Frauen sind deutlich häufiger in der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit (56,8 % Frauen) aktiv, weiters bei Gruppenleitung und pädagogischer Betreuung (54,5 % Frauen) und der Organisation und Durchführung von (Hilfs-)Projekten (51,1 % Frauen).
… Freiwillige, die sich innerhalb von Organisationen oder Vereinen aktiv engagieren, sich im Durchschnitt etwa 3 Stunden pro Woche dieser Tätigkeit widmen? Etwa die Hälfte der Personen verbringt rund 2 Stunden pro Woche mit der formellen Aktivität, 10 % weniger als 0,23 Stunden in der Woche, die aktivsten 10 % leisten mehr als 7,38 Stunden wöchentlich.
… im Bereich Sport und Bewegung sich 27,7 % der formell freiwillig Tätigen engagieren, also rund 516 500 Personen? Der zweitgrößte Bereich sind die Katastrophenhilfs- und Rettungsdienste mit einer Beteiligungsquote von 23,3 % und circa 434 500 Aktiven. Für den Bereich Kunst, Kultur, Unterhaltung, liegt die Beteiligungsquote mit 21,5 % bei mehr als einem Fünftel. 17,7 % sind im kirchlichen und religiösen Umfeld freiwillig aktiv – das sind 329 900 Menschen, gefolgt von 14,5 % im Bereich Soziales und Gesundheit.
… sich Männer zu höheren Anteilen im Katastrophenhilfsdienst und im Rettungsdienst (30,9 % Männer versus 13,1 % Frauen) sowie im Bereich Sport und Bewegung (32,5 % versus 21,4 %) engagieren? Frauen sind hingegen in überdurchschnittlichem Ausmaß im Bereich Religion und Kirche (23,9 % Frauen versus 13,2 % Männer) sowie im Sozial- und Gesundheitsbereich (21,7 % versus 9,1 %), ehrenamtlich tätig.
… die fünf meistgenannten Gründe für das Ehrenamt folgende sind?
Ich möchte damit anderen helfen. (über 60-% stimmen voll und ganz zu)
Ich habe Freude an der Tätigkeit. (knapp unter 60% stimmen voll und ganz zu)
Ich möchte etwas Nützliches zum Gemeinwohl beitragen. (knapp unter 50% stimmen voll und ganz zu)
Ich möchte selbst auch Hilfe erhalten, wenn ich sie benötige. (knapp unter 40% stimmen voll und ganz zu)
Ich kann meine Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen. (ca. 35% stimmen voll und ganz zu)
… drei Gründe, warum keine freiwillige Tätigkeit ausgeübt wird, folgende sind:
Ich bin durch meine Aufgaben in der Familie ausgelastet. (ca 45% stimmen voll und ganz zu)
Ich habe nie darüber nachgedacht. (knapp unter 40% stimmen voll und ganz zu)
Ich bin niemals gefragt oder gebeten worden. (ca. 35% stimmen voll und ganz zu)
… es einen Freiwilligenkalender des Bundesministeriums gibt? In diesem ist jede Woche ein Foto eines Ehrenamtlichen Engagements zu finden. Jedes Jahr gibt es bis Juni die Möglichkeit Fotos dafür einzureichen. Infos dazu Freiwilligenkalender – Freiwilligenweb
Als Diözese sind wir in diesem seit 2 Jahren mit unterschiedlichen Fotos und ehrenamtlichem Engagement vertreten.
… es regelmäßig einen Bericht über die Lage und Entwicklung des freiwilligen Engagements in Österreich gibt? Der letzte Bericht wurde im Dezember 2025 Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) und der Bundesanstalt „Statistik Österreich“ erstellt.
… es seit kurzem in fünf österreichischen Diözesen Referent:innen für Ehrenamtsförderung gibt? In Graz-Seckau, Feldkirch, Gurk-Klagenfurt, Wien und Linz. Unsere Aufgabe ist u.a. gute Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche zu schaffen und einiges mehr.
… Sie als Ehrenamtliche:r ein wahrer Schatz für unsere Diözese sind?
… ohne Ihr ehrenamtliches Engagement vieles nicht möglich wäre?
Ich denke die letzten beiden Aussagen haben Sie gewusst! Daher möchte ich Ihnen auf diesem Wege einfach DANKE sagen für Ihr EHRENAMTLICHES Wirken all den vielfältigen Bereichen unserer Diözese! DANKE für Ihre Zeit, Ihre Kreativität, Ihre Ausdauer und all Ihr Engagement, dass Sie verschenken!
Denn wussten Sie, dass für viele Ehrenamtliche ein ehrlich gesagtes Danke und ein Wahrnehmen Ihrer Tätigkeit, Sie für Ihr Tun und Ihren Einsatz entschädigt und motiviert?
Daniela Klein
Referentin für Ehrenamtsförderung | Diözese Linz | Fachbereich Ehrenamt & Pfarrgemeinde
Kapuzinerstraße 84 | 4020 Linz | 0676 8776 - 3143 | ela.klein@dioezese-linz.at
Quellen:
Freiwilligentätigkeit in Österreich, Hauptergebnisse der Erhebung zur Freiwilligentätigkeit 2025 - Wien, 2025 Stand: 3. Dezember 2025 Informationen zum freiwilligen Engagement in Österreich
Freiwilligenkalender – Freiwilligenweb