Gottesdienst für (Jubel-)Paare im Mariendom Linz
"Einander anvertraut": Unter diesem Motto feierten mehr als 50 Paare aus ganz Oberösterreich einen Festgottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer.
Bei der Feier wurde auch Beziehungs-, Ehe- und Familienseelsorger Josef Lugmayr verabschiedet und gewürdigt.
Die Katholische Kirche in Oberösterreich lädt alljährlich zu einem Festgottesdienst für Paare ein, die ein rundes Ehejubiläum oder einen anderen Anlass zum Feiern haben. Gemeinsam mit mehr als 50 Paaren aus allen Regionen Oberösterreichs feierte Bischof Manfred Scheuer den Gottesdienst im Linzer Mariendom. Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Einander anvertraut“. Ein besonders berührender Moment: Die einzelnen Paare wurden von Bischof Manfred Scheuer, der Pastoralvorständin der Pfarre Linz-Mitte Monika Weilguni und Beziehungs-, Ehe- und Familienseelsorger Josef Lugmayr gesegnet.
Josef Lugmayr, Beziehungs-, Ehe- und Familienseelsorger der Diözese Linz, der aufgrund seiner Pensionierung heuer zum letzten Mal mitfeierte, sagt: „Menschen in ihrer Beziehung zu begleiten ist unser Auftrag in der Familienpastoral. Der Segen Gottes ist Paaren wichtig, wenn sie heiraten und auch wenn sie ein besonderes Jubiläum ihrer Beziehung feiern. Im Dom können sie mit anderen Paaren feierlich ihre gemeinsame Zeit vor Gott tragen und sich den Segen zusprechen lassen.“
Knapp 40 Jahre hat sich Lugmayr in der Diözese Linz engagiert.
Bischof Manfred Scheuer würdigte Lugmayr mit herzlichen Worten als Menschen, „der die Menschen mag, der sich freuen kann für andere, der zuhört, anpackt und über den Tellerrand schaut“. Lugmayr sei ein geerdeter Theologe, der besonnen und reflektiert für eine offene und menschenfreundliche Kirche einstehe. „Du hast in allen deinen Arbeitsfeldern vermittelt, was die Kirche auszeichnen soll: die Freuden und Hoffnungen, die Trauer und Ängste der Menschen wahrzunehmen und zu teilen“, so der Bischof.
Segen für den weiteren gemeinsamen Weg
Beim Festgottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen, sie wurden einzeln gesegnet, konnten anregende Impulse für ihre Beziehung mitnehmen und gingen gestärkt aus dem Gottesdienst. „Wir haben uns gegenseitig zugesagt, dass wir einander mögen und auch weiter miteinander unterwegs sein wollen. Und dazu haben wir den Segen Gottes zugesagt bekommen.“, sagte eine Teilnehmerin aus dem Mühlviertel, die 50 Jahre mit ihrem Mann verheiratet ist. „Mit dem Bischof und den Paaren aus ganz OÖ zu feiern, war ein erhebendes Erlebnis. Ich war gerührt und bin dankbar“, ergänzte ihr Mann.
Beim Festgottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen, sie wurden einzeln gesegnet, konnten anregende Impulse für ihre Beziehung mitnehmen. © Diözese Linz / Thomas Markowetz
„Es war eine sehr schöne und bewegende Feier mit unserem Herrn Bischof. Als Mesner von St. Florian habe ich mit meiner Frau Christl die Liturgie sehr bewusst mitgefeiert, die im Dom der Diözese Linz etwas Besonderes ist.“, sagt Georg Windtner, der mit seiner Gattin das 60-jährige Hochzeitsjubiläum feiert.
Bischof Manfred Scheuer bei der Segnung des Ehepaares Windtner aus St. Florian. © Diözese Linz / Thomas Markowetz
Der Bürgermeister von Engerwitzdorf, Christoph Meisinger, war mit seinen Eltern, die 65 Jahre miteinander verheiratet sind (eisernes Hochzeitsjubiläum) und mit vier weiteren Paaren aus seiner Gemeinde beim Gottesdienst. „Es ist gut, wenn wir für Paare und gelingende Beziehungen etwas tun. Das kann ich nur unterstützen und ich freue mich, dass es dieses Angebot für Jubelpaare im Dom gibt. Danke dafür.“

Josef Lugmayr, Beziehungs- Ehe- und Familienseelsorger der Diözese Linz und der Bürgermeister von Engerwitzdorf, Christoph Meisinger. © Diözese Linz / Thomas Markowetz
Die Jubelpaare waren im Anschluss an die Feier von der Diözese auch zu einer Domführung eingeladen. Viele Paare nutzten die Gelegenheit, den Dom bei dieser speziellen Führung kennenzulernen. „In der Bischofskirche unser Jubiläum zu feiern war erhebend und sehr feierlich. Wir haben auch viele neue Sachen über den Dom erfahren und fahren mit vielen schönen Eindrücken nach Hause“, sagte ein Ehepaar nach der Führung.
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