Montag 23. Oktober 2017

Entstehung des Propädeutikum

 

Im Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Ausbildung der Priester heißt es, "... die kirchlichen Studien" sollen "mit einem ausreichend langen Einführungskurs beginnen ..." (OT 14) Das päpstliche Dokument über die Priesterausbildung "Pastores dabo vobis" (1990) betont, dass vor dem Priesterseminar und dem Theologiestudium eine "gewisse Vorbereitungszeit" liegen soll, eine "menschliche, christliche, intellektuelle und geistliche Vorbereitungsphase." (PDV 62)

 

Nach der apostolischen Visitation der Priesterseminare in Österreich mahnte die Bildungskongregation eine solche längere Einführungsphase ein. 1999 hat die Österreichische Bischofskonferenz einstimmig die Einführung eines propädeutischen Jahres beschlossen. Im Statut heißt es : "Das Propädeutikum hat zum Ziel, die menschliche und geistliche Reifung zu stärken und die Berufung zu klären." Im Herbst 2000 begann der erste Ausbildungsjahrgang. Nach den ersten fünf Jahren erfolgte 2005/06 die Evaluierung mit der Bildungskongregation.

 

In vielen Ländern der Erde gibt es schon jahrzehntelange Erfahrungen mit einer propädeutischen Phase, in Europa z.B. in Frankreich, Luxemburg, Tschechien, Italien, Deutschland (v.a. Freiburg). Meist liegt der Schwerpunkt auf der menschlich-spirituellen Dimension. Diese Einführungsphase dauert zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, meistens an einem "vom Seminar verschiedenen Ort", und in einer "Eigenständigkeit des Lebens". (Informationsdokument 1998)

Propädeutikum
Einrichtung der österreichischen Bischofskonferenz
4020 Linz
Harrachstraße 7
Telefon: +43 (0)732 - 77 12 05
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: