Wie werde ich Jugendseelsorger:in?
Jugendseelsorger:innen sind mit jungen Menschen unterwegs, greifen ihre Fragen und Themen auf und gestalten gemeinsam mit ihnen Kirche und Gesellschaft.
Sie möchten junge Menschen begleiten und Kirche mitgestalten?
Dann könnte der Beruf Jugendseelsorger zu Ihnen passen.
Freude an der Arbeit mit jungen Menschen, Offenheit für Glaubens- und Lebensfragen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind wichtige Voraussetzungen.
Wenn Sie gerne …
jungen Menschen begegnen und sie in unterschiedlichen Lebenssituationen begleiten,
Beziehungen aufbauen und Gemeinschaft gestalten,
junge Menschen in ihrer Entwicklung stärken und ihnen Raum geben,
sich mit Fragen des Glaubens und des Lebens auseinandersetzen,
im Team arbeiten und gemeinsam etwas bewegen,
Verantwortung übernehmen,
das eigene Handeln reflektieren und sich persönlich wie fachlich weiterentwickeln,
… dann sind Sie bei uns richtig.
Wo arbeiten Jugendseelsorger:innen?
Jugendseelsorge findet in der Diözese Linz vor allem in Pfarren sowie in Jugendzentren statt.
Je nach Einsatzgebiet gibt es unterschiedliche fachliche Voraussetzungen und Einstiegsmöglichkeiten.
| Seelsorger:in im Jugendzentrum |
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In Jugendzentren steht die sozialpädagogische Arbeit mit Jugendlichen im Mittelpunkt. Daher werden hier in erster Linie Personen mit einer sozialpädagogischen bzw. pädagogischen Ausbildung eingesetzt, beispielsweise aus den Bereichen: Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Pädagogik und Lehramt Auch Personen mit vergleichbaren Qualifikationen können für eine Tätigkeit in einem Jugendzentrum geeignet sein. Für die Leitung eines Jugendzentrums ist darüber hinaus eine theologische Qualifizierung erforderlich. Diese kann berufsbegleitend erworben werden. Die theologische Mindestanforderung bildet der Wiener Theologische Fernkurs. |
| Ausbildung |
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In Jugendzentren werden in erster Linie Personen mit einer sozial-pädagogischen Ausbildung (Lehramtsstudien, Pädagogik-Studium, Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik). In der Berufseinführungsphase (1. Dienstjahr) absolviert man Module im Rahmen der Dienstzeit, die für das Arbeitsfeld relevant sind. Jugendzentrumleiter:innen benötigen darüber hinaus noch eine theologische Qualifizierung (mindestens der Abschluss der Wiener Theologischen Fernkurses), das aber berufsbegleitend erworben werden kann. |
| Jugendseelsorger:innen in Pfarren |
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In der pfarrlichen Jugendseelsorge begleiten Sie Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Lebens- und Glaubensalltag. Sie gestalten Angebote und Projekte, bauen Beziehungen auf, fördern Gemeinschaft und entwickeln gemeinsam mit jungen Menschen neue Formen von Kirche. Für den Einstieg in die pfarrliche Jugendseelsorge bietet die Diözese Linz die modulare Berufseinführung an. |
| Ausbildung |
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Für die Tätigkeit als Jugendseelsorger:in in Pfarren bietet die Diözese Linz mit der modularen Berufseinführung einen berufsbegleitenden und individuell gestaltbaren Weg in den Seelsorgeberuf. Dabei müssen nicht alle Kompetenzen von Anfang an vorhanden sein. Ihre bisherigen Erfahrungen, Ausbildungen und persönlichen Kompetenzen werden berücksichtigt. Gemeinsam wird geschaut, was Sie bereits mitbringen und welche Qualifikationen Sie auf Ihrem Weg noch erwerben können.
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Der Weg besteht aus drei Phasen:
| 1. Orientierung |
| Wir lernen Sie und Ihre Motivation kennen und schauen gemeinsam, ob das Feld der Jugendseelsorge zu Ihnen passen könnte. Eine Kompetenzanalyse zeigt, welche Fähigkeiten und Qualifikationen Sie bereits mitbringen. |
| Weitere Infos |
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Am Anfang steht ein persönliches Orientierungsgespräch. Dabei geht es unter anderem um Ihre Motivation, Ihre Persönlichkeit und Ihre Identifikation mit der Katholischen Kirche. Kompetenzanalyse: Wo stehen Sie? Ein wichtiger Schritt ist eine standardisierte Kompetenzanalyse. Dabei werden jene Fähigkeiten und Kompetenzen betrachtet, die für eine Tätigkeit als Seelsorger:in in der Jugendarbeit wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise:
Die Kompetenzanalyse zeigt, welche Voraussetzungen bereits vorhanden sind und in welchen Bereichen noch Entwicklung oder Qualifizierung notwendig ist. |
| 2. Individuelle Qualifizierung |
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Wenn die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Jugendseelsorger gegeben sind, beginnt die individuelle Berufseinführung. Sie arbeiten bereits in der Jugendseelsorge und erwerben berufsbegleitend jene Kompetenzen und Qualifikationen, die für Ihre Tätigkeit notwendig sind. |
| Weitere Infos |
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Gemeinsam mit der Fachbegleitung für Jugendarbeit und den Verantwortlichen Ihres Seelsorgefeldes wird ein individueller Qualifizierungsplan erstellt. Dabei werden Ihre bisherigen Erfahrungen und Ausbildungen ebenso berücksichtigt wie die Anforderungen Ihres konkreten Aufgabenbereichs. Lernen und Arbeiten verbinden Zur Berufseinführung gehören unter anderem:
Die theologische Mindestanforderung bildet der Wiener Theologische Fernkurs. Besonders empfohlen wird das Bachelorstudium „Grundlagen des Christentums“ an der Katholischen Privat-Universität Linz. So verbinden Sie berufliche Praxis und persönliche Weiterentwicklung und können das Gelernte unmittelbar in Ihrem Arbeitsfeld anwenden. |
| 3. gemeinsame Ausbildung |
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Nach der individuellen Qualifizierungsphase folgt die gemeinsame Ausbildungsphase: die "School of Synodality". Sie wird an der Katholischen Privat-Universität Linz angeboten und dauert zwei Semester. Der Einstieg erfolgt jeweils im Wintersemester. |
| Weitere Infos |
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Die School of Synodality ist für alle neuen Seelsorger:innen verpflichtender Bestandteil der Berufseinführung. Hier kommen Seelsorger:innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zusammen, lernen miteinander und vertiefen ihre fachlichen, persönlichen und pastoralen Kompetenzen für den gemeinsamen pastoralen Auftrag. |