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Auf dem Weg – die Pionierpfarre Eferding

Seit Herbst 2021 befinden sich fünf Dekanate als sogenannte Pionierpfarren auf dem Prozess zur Umsetzung der Pfarrstrukturreform. Das Dekanat Eferding ist eines davon. Ein Blick in die Herausforderungen und Chancen auf dem Weg zur Pionierpfarre.

Schon seit dem Dekanatsprozess 2008 ist es im Dekanat Eferding üblich, pfarrübergreifend zu arbeiten. Da lag es nahe, sich auch auf den Prozess zur Pionierpfarre einzulassen, wie Dekanatsassistent Martin Wintereder erzählt: „Wir wollten ohnehin noch näher zusammenarbeiten und uns als pastoraler Handlungsraum verstehen. Daher haben wir uns früh dazu entschieden, uns als Pionierpfarre zu bewerben.“

 

Mit der Startveranstaltung im November 2021 hat sich Eferding auf den Weg des zweijährigen Übergangsprozesses gemacht, auf dem es von Mag. Daniel Neuböck und Dr.in Sabine Weißengruber-Holzer (Prozessbegleitung und Moderation) sowie Mag.a Irmgard Lehner und Mag.a Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer (inhaltliche Begleitung) begleitet wird. Derzeit finden in den Pfarrgemeinden Ist-Analysen statt, wie Martin Wintereder erklärt: „Jede Pfarrgemeinde und jeder seelsorgliche Knotenpunkt, wie etwa die Ordenshäuser, schauen dabei auf sich und überlegen, was sie in das neue Miteinander einbringen können: Wo können andere von unseren Erfahrungen profitieren und wo brauchen wir wiederum die Kooperative mit anderen bzw. wo sehen wir die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit?“ Am 2. April werden diese Analysen in der Veranstaltung „Gemeinsam Pfarre werden“ präsentiert. Die Ergebnisse daraus werden wiederum in das gemeinsame Pastoralkonzept eingebracht, das im Mai erarbeitet werden soll. Zeitgleich gilt es den Pfarrvorstand zu konzipieren, der in weiterer Folge fliegend übernehmen und das Pastoralkonzept fertig gestalten soll. Gerade was die Besetzung des Pfarrvorstandes betrifft, sieht Martin Wintereder einen Vorteil in der Situation als Pionierpfarre: „Wir freuen uns wirklich über die guten Bewerbungen und sind schon gespannt auf das Hearing Mitte Februar. Wichtig wäre uns, dass wir mindestens eine Frau im Vorstand haben.“

 

 

Herausforderungen am Weg zur Pionierpfarre

 

Auch wenn Eferding auf einem guten Weg ist, so gibt es doch einige Herausforderungen zu meistern. Eine davon ist das Zusammenstellen der Seelsorgeteams zeitgleich zur Abwicklung der Pfarrgemeinderats-Wahlen: „Es handelt sich dabei um zwei Aufgaben, die jede für sich Aufwand bedeutet, vor allem die Organisation der Wahl. Aber es sind auch Prozesse, die sich unterstützen.“ Erschwerend kommt hinzu, dass die verschiedenen Pfarren auf einem unterschiedlichen Entwicklungsstand sind, was die Arbeit in Seelsorgeteams anbelangt. Herausfordernd ist dabei auch die Erneuerung der ehrenamtlichen Dienste: „Je mehr Verantwortung mit einer Aufgabe verbunden ist und umso länger die Bindung ist, desto schwieriger ist es Personen zu finden, die bereit sind ihre Zeit zu investieren. Und es braucht einfach mehr ehrenamtliche Leitungspersonen. Dort liegt auch die Sorge der Pfarrgemeinden: Wie schaffen wir das, ausreichend Personen zu finden?“

 

Pfarrbegleiter*innen unterstützen

 

Entlastet werden die Pfarren durch ihre Pfarrbegleitungen, die bei der Zusammenstellung der Teams und bei der Vermittlung der neuen Aufgaben und Rollen helfen. Oft ist es notwendig, Fragen zu beantworten und Sorgen zu nehmen, wie etwa: Was umfasst die Aufgabe? Wie viel Zeit braucht sie? Und was ist, wenn ich mich beruflich verändere, kann ich dann die Aufgabe wieder abgeben? Dazu Martin Wintereder: „Oft ist den Menschen gar nicht bewusst, dass sie die Aufgaben ja schon die ganze Zeit machen. Und wenn erst mal zwei Seelsorgeteam-Verantwortliche gefunden sind, dann ist das schon gut. Wichtig ist jedenfalls, dass sich die Pfarrgemeinden bei diesem Prozess nicht alleingelassen fühlen.“ Entscheidend ist dabei auch die gute Kommunikation mit und zwischen den Pfarren, die jedoch durch die Coronasituation erschwert wird: „Es ist wichtig, alle möglichst gut zu informieren, damit die Beteiligten wissen, was sich verändert und was bleibt. Corona bremst die Live-Kontakte ein. So fehlten bei der Startveranstaltung sowohl die wichtigen Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräche als auch das gemeinsame Schöpfen von Zuversicht.“

 

 

Neue Rollen müssen gefunden werden

 

Die Veränderungen sind nicht nur für die Ehrenamtlichen herausfordernd. Auch die Hauptamtlichen sind gefordert, ihre neue Rolle und ihren Platz zu finden: „Immerhin verschiebt sich hier einiges und man ist nicht mehr für ein bis zwei Gemeinden zuständig, sondern muss generell Verantwortung teilen. Das ist besonders für jene herausfordernd, die stark auf die eigenen „Kirchtürme“ schauen. Außerdem wissen wir ja, dass sowohl die seelsorglichen Angebote außerhalb der Pfarre als auch die gemeinsame Pfarre an sich immer wichtiger werden. Das heißt: Zukünftig müssen wir uns um das Gemeinsame und das Eigene kümmern.“

 

Veränderung braucht Zeit

 

Dass diese Haltungsänderung bei allen Beteiligten Zeit braucht, ist Martin Wintereder bewusst: „Wir haben nicht den Anspruch, dass wir das alles gleich können. Es wird fünf bis zehn Jahre dauern, bis die Haltungsänderung vollzogen ist und bis zu zehn Jahre, bis uns all das Neue in Fleisch und Blut übergegangen ist. Jetzt sind wir erstmal in der Anfangs- und Startphase, dann darf das langsam weiterwachsen.“ Dieses langsame Vorgehen, gepaart mit Gelassenheit und Zuversicht braucht es auch, um die Beteiligten nicht zu überfordern.

 

Die Veränderungen werden für manche Pfarrmitglieder also gar nicht so schnell wahrnehmbar sein, vielmehr wird es ein paar Jahre dauern, bis allgemein deutlich wird, dass sich die Struktur verändert hat. Die Strategie auf dem Weg zur neuen Pfarrstruktur umschreibt Martin Wintereder folgendermaßen: „Wir werden darauf achten, dass das Bewährte gut erhalten wird und bleiben kann und nicht alles anders machen, weil die Struktur sich verändert.“

 

Text: Mag.a Melanie Wurzer BA

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