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Pfarre Gurten
Hofmark 31
4942 Gurten
Telefon: 07757/6203
Mobil: 0676/8776-6020
Telefax: 07757/20157
pfarre.gurten@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/gurten
Mi. 26.8.26
Ihr seid Söhne der Prophetenmörder
Tages­evangelium
Mt 23, 27-32
Mi. 26.08.26
Tages­evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus:

27 Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung.

28 So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz.

29 Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten

30 und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden.

31 Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid.

32 Macht nur das Maß eurer Väter voll!

Mt 23, 27-32
1. Lesung
1 Thess 2, 9-13

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

9 Ihr erinnert euch, Brüder, wie wir uns gemüht und geplagt haben. Bei Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen, und haben euch so das Evangelium Gottes verkündet.

10 Ihr seid Zeugen, und auch Gott ist Zeuge, wie gottgefällig, gerecht und untadelig wir uns euch, den Gläubigen, gegenüber verhalten haben.

11 Ihr wisst auch, dass wir, wie ein Vater seine Kinder, jeden Einzelnen von euch

12 ermahnt, ermutigt und beschworen haben zu leben, wie es Gottes würdig ist, der euch zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit beruft.

13 Darum danken wir Gott unablässig dafür, dass ihr das Wort Gottes, das ihr durch unsere Verkündigung empfangen habt, nicht als Menschenwort, sondern - was es in Wahrheit ist - als Gottes Wort angenommen habt; und jetzt ist es in euch, den Gläubigen, wirksam.

Antwortpsalm:
2. Lesung
2 Thess 3, 6-10.16-18

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

6 Im Namen Jesu Christi, des Herrn, gebieten wir euch, Brüder: Haltet euch von jedem Bruder fern, der ein unordentliches Leben führt und sich nicht an die Überlieferung hält, die ihr von uns empfangen habt.

7 Ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll. Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt

8 und bei niemand unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen.

9 Nicht als hätten wir keinen Anspruch auf Unterhalt; wir wollten euch aber ein Beispiel geben, damit ihr uns nachahmen könnt.

10 Denn als wir bei euch waren, haben wir euch die Regel eingeprägt: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.

16 Der Herr des Friedens aber schenke euch den Frieden zu jeder Zeit und auf jede Weise. Der Herr sei mit euch allen.

17 Den Gruß schreibe ich, Paulus, eigenhändig. Das ist mein Zeichen in jedem Brief; so schreibe ich.

18 Die Gnade Jesu Christi, unseres Herrn, sei mit euch allen!



Weiterführende Links:
  • Schott-Messbuch
  • Evangelium Tag für Tag
Namenstage:
  • Hl. Gregor von Pfalzel
  • Hl. Teresa Jornet y Ibars OSCl
  • Hl. Anastasius der Tuchwalker
  • Hl. Johanna Elisabeth Bichier des Ages
  • Sel. Mirjam von Abellin
Mi. 26.08.26
Namenstage
Hl. Gregor von Pfalzel
* 707, Franken in Bayern
† 25. August 775, Niederlanden
Abt in Utrecht, Glaubensbote bei den Friesen
Gregor stammte aus einer vornehmen fränkischen Familie, er wurde an der Hofschule erzogen. Um 722 lernte er in dem von seiner Großmutter Adula geleiteten Kloster Pfalzel bei Trier Bonifatius kennen, der ihn zur Missionsarbeit in Hessen und Thüringen mitnahm.
Gregor wurde dann Abt und Vorsteher der unter ihm aufblühenden Schule am Münster in Utrecht und 754, nach dem Märtyrertod von Bonifatius, Leiter des gesamten friesischen Missionswerkes; zudem verwaltete er - ohne Bischofsweihe - das Bistum Utrecht. Er kann als legitimer Nachfolger von Bonifatius und Willibrord gelten, auch wenn er selbst nie Bischof wurde; dies war politisch nicht durchsetzbar, da sein Bruder eines Verbrechens gegen das karolingische Königshaus beschuldigt wurde.
Sein Schüler Liudger verfasste die Lebensbeschreibung von Gregor.

Hl. Teresa Jornet y Ibars OSCl
* 1843, Aytona in Katalonien, Spanien
† 26. August 1897, Spanien
Ordensgründerin
Teresa Jornet y Ibars versuchte vergeblich, in einen Orden aufgenommen zu werden. In Barbastro gründete sie deshalb 1872 die Kongregation der kleinen Schwestern für die verlassenen Alten zur Pflege alleinstehender alter Menschen nach den Regeln der Franziskaner-Klarissinnen, nahm den Ordensnamen Teresa von Jesus an und leitete sie als Generaloberin bis zu ihrem Tod.
Papst Pius XII. sprach sie 1958 selig, heilig gesprochen wurde sie 1974 von Papst Paul VI.   

Hl. Anastasius der Tuchwalker
* Aquileia, Italien
† 304, Kroatien
Märtyrer
Anastatius entstammte einer vornehmen Familie. Er wurde Christ und nahm sich Paulus' Ratschlag aus dem 1. Thessalonicherbrief (4, 11), mit den eigenen Händen zu arbeiten, zu Herzen; deshalb ging er nach Salona - dem heutige Solin - und versah das Handwerk eines Tuchwalkers. Als er sich offen zum Christentum bekannte und ein Kreuz an seinem Geschäft anbrachte, wurde er gefangen genommen und mit einem Stein um seinen Hals ertränkt.
Glaubensgenossen bargen Anastatius' Leichnam und bestatten ihn. Über seinem Grab wurde eine Kirche errichtet. Als 614 die Stadt durch die Awaren zerstört wurde und die Bewohner auf die Inseln und nach Spalato - dem heutigen Split - flohen, wurden seine Reliquien auch in diese Stadt gebracht. In der dortigen Kathedrale befindet sich der 1448 von Juraj Dalmatinac geschaffene Altar des Heiligen.

Hl. Johanna Elisabeth Bichier des Ages
* 5. Juli 1773, Frankreich
† 26. August 1838, Frankreich
Ordensgründerin
Johanna Elisabeth Bichier gründete zusammen mit Andreas Hubert Fournet Anfang des 19. Jahrhunderts in La Puye die Kongregation der Kreuztöchter vom heiligen Andreas zur Armen- und Krankenpflege, die 1867 vom Papst bestätigt wurde. Heute ist der Orden vor allem in Frankreich, Italien, Spanien und Kanada tätig.
Papst Pius XI. sprach Johanna Elisabeth Bichier 1934 selig, von Pius XII. wurde sie 1947 heilig gesprochen.

Sel. Mirjam von Abellin
* 5. Jänner 1846, Abellin bei Nazaret in Galiläa, Israel
† 1878, Palästina
Ordensfrau, Mystikerin
Mirjam war Araberin, ihre Eltern waren Christen und gehörten der katholischen Kirche des griechisch-melkitischen Ritus an. Zwölf ältere Kinder waren jung gestorben, als nach einer Wallfahrt nach Betlehem Mirjam zur Welt kam. Schon drei Jahre nach ihrer Geburt starben die Eltern, Mirjam wurde von ihrem Onkel erzogen. Im Alter von acht Jahren zog Mirjam mit ihrem Onkel nach Alexandria in Ägypten.
Kurz vor ihrem dreizehnten Geburtstag wurde sie von ihrem Onkel ohne ihr Einverständnis mit einem Bruder ihrer Tante verlobt. Acht Tage vor der Verheiratung erklärte das Mädchen, es wolle nicht heiraten, sondern Jungfrau bleiben. Einen Teil der folgenden Nacht brachte sie im Gebet vor einem Bild der Maria zu und bat um Hilfe. Im Schlaf sagte ihr eine Stimme diese Hilfe zu. Mirjam erwachte, schnitt ihre langen Haare ab und legte sie samt den Edelsteinen, die sie von ihrem Verlobten als Brautgeschenk erhalten hatte, beiseite. Inzwischen hatte ihr Onkel zum Hochzeitsmahl Freunde und Bekannte eingeladen. Nach orientalischer Sitte musste die Braut in vollem Schmuck vor den Hochzeitsgästen erscheinen, aber Mirjam brachte an Stelle der üblichen Getränke ihre mit Gold und Edelsteinen gezierten Haare. Ihr zorniger Onkel schlug sie und behandelte sie fortan wie eine Sklavin, von ihrem Beichtvater wurde ihr die Eucharistie verweigert, weil sie dem Onkel ungehorsam war.
Nachdem so die Hochzeit geplatzt war, wollte Mirjam zu ihrem Bruder nach Nazaret gehen und flüchtete zu einem früheren Diener der Familie, der dorthin reisen wollte. Dieser war Muslim und wollte Mirjam nun zum Islam bekehren, sie aber bekannte ihren Glauben an Jesus Christus. Der Mann schnitt ihr aus Zorn darüber die Kehle durch, sie überlebte aber diesen Mordversuch; Die 1 cm breite und 10 cm lange Narbe dieses Einschnittes blieb ihr jedoch ein Leben lang erhalten. Ein Arzt bezeugte später, dass es eigentlich nicht möglich ist, diese Verletzung zu überleben; Mirjam bekannte: Ich befand mich im Himmel. Die Muttergottes, die Engel und die Heiligen empfingen mich mit großer Güte und ich sah meine Eltern bei ihnen. Auch den strahlenden Thron der Heiligsten Dreifaltigkeit durfte ich sehen und Jesus in seiner Menschheit. Da sagte jemand zu mir: Du bist Jungfrau, das ist wahr, aber dein Buch ist noch nicht vollendet. Nach diesen Worten erwachte Mirjam in einer Grotte, eine Ordensfrau in hellblauen Gewändern war bei ihr, sprach sehr wenig, erwies sich als außerordentlich zartfühlend und sagte nach einigen Wochen der Pflege zu Mirjam: Du wirst nach Frankreich gehen, Karmelitin werden und in Betlehem sterben.; dann brachte sie Mirjam in ein Franziskanerkloster. 1875 erzählte Mirjam ihrem geistlichen Vater, Pater Estrade: Ich weiß jetzt, dass die Ordensfrau, die mich nach meinem Martyrium gepflegt hat, die Muttergottes war..
Mirjam arbeitete dann als Hausmädchen in Beirut, und ab 1864 in Marseille in Frankreich. Kurz nach ihrer Ankunft dort empfing Mirjam die Heilige Eucharistie und fiel daraufhin in eine viertägige Ekstase. Sie wurde anschließend in das Postulat der Josefsschwestern aufgenommen. Mit 20 Jahren empfing sie die Wundmale Christi. Die Ordensgemeinschaft verwehrte ihr die Zulassung zum Noviziat, die Oberin schickte sie zu den unbeschuhten Karmelitinnen in Pau, wo sie 1867 eintrat und den Ordensamen Maria von der Kreuzigung Jesu bekam.
Maria wurde nun zur Ordensarbeit nach Mangalore - dem heutigen Mangaluru - in Indien geschickt und legte dort 1870 ihr Gelübde ab. Immer wieder fiel sie in Ekstase, schwebte über den Boden, hatte die Fähigkeit zur Bilokation - d.h. an zwei Orten gleichzeitig zu sein - , und ihr wurden Prophezeiungen und viele Visionen zuteil. 1872 kehrte sie nach Frankreich zurück, 1875 gründete sie in Betlehem ein Karmelitinnenkloster, dann folgte eine Ordensgründung in Nazaret. Im August 1878 stürzt sie bei körperlicher Arbeit, brach sich den Arm und sah ihr Ende kommen; fünf Tage später starb sie.




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Des Kaisers neue Kleider

Nichts, aber auch gar nichts, scheint uns mehr heilig zu sein.

Bearbeitete Version der Predigt zum Pfingstmontag 2026 von Pfr. Philipp Faschinger.

 

„Eine der zurzeit relevantesten und angesagtesten Künstlerinnen“ nennt der ORF Frau Florentina Holzinger, die eine in Kreuzform aufgehängte nackte Frau mit Unmengen roter Farbe bespritzen lässt – dass ich nicht lache! Aber warum eigentlich? Nach welchen Kriterien wird hier beurteilt? Weil sie am grellsten und lautesten schreit? Wahrscheinlich. Denn, warum unser öffentlicher Rundfunk angesichts 1100 verkaufter Tickets bei einer so gehypten Veranstaltung mit solchen Superlativen berichtet, erklärt sich mir sonst nicht. Rappelvoll war am gestrigen Pfingstabend beispielsweise auch die Stiftskirche in Reichersberg anlässlich der Aufführung von Haydns Schöpfung.

 

Der Wahrheit gemäß müsste man eher von Blasphemie der grauslichsten Art und Weise sprechen, um das Kind einmal beim Namen zu nennen und Künstlerinnen und Künstlern, die sich solches erlauben, einmal gehörig den Kopf zu waschen, wenn unsere Gesellschaft schon keine strafrechtlichen Schritte gegen dergleichen Obszönitäten einzuleiten im Stande ist.

Wie hier unter dem Deckmantel von Begriffen wie „Performance-Kunst“ und sogenannten „Orgien Mysterien Theatern“ die heiligsten christlichen Symbole, der Hl. Geist, der Gekreuzigte etc. in abgeschmackter, ja obszöner Weise für das „Feiern von Sommer und Fertilität“ benutzt werden, lässt sich einfach nur mit dem Terminus Blasphemie auf den Punkt bringen.

 

Quod licet Iovi, non licet bovi

Als Theologen wird einem dann gelegentlich gekontert, ob man denn schon wisse, dass etwa der Prophet Jesaja auch nackt durch Jerusalem gezogen ist, um so Aufmerksamkeit zu erregen. Nun, der große Visionär im Alten Testament hat sich aber genau überlegt, was er tut. Er setzte mit seinem aufrüttelnden Handeln ein genau erkennbares und exakt bestimmtes prophetisches Zeichen. Niemals wäre er wahllos nackt auf einem Auto über einen Platz gesurft, niemals hätte er Symbolik missbraucht, die seinem eigenen Volk heilig war.

Wer sich hingegen eindeutig religiös konnotierter Zeichen bedient, die unzähligen Menschen heilig sind, der müsste umso mehr wissen, was er tut! Wer es tut, ohne eine ihnen entsprechende Botschaft zu senden, der begibt sich eindeutig in den Bereich der Blasphemie! Wer meint, er könnte ungestraft die christlichen Zeichen des Hl. Geistes und der Erlösung in so abgeschmackter Weise für seine Sommer- und Fertilitätsfeiern und angeblichen Friedensbotschaften benutzen, dem gehören, wie gesagt, einmal ordentlich die Leviten gelesen!!

 

Wenn auch in unseren Breiten manche meinen, im Namen der Kunst alles zu dürfen, so wäre es doch gerade für Künstler die angeblich Friedensbotschaften senden wollen, nicht schlecht, einmal darüber nachzudenken, was ihr Handeln in den Köpfen anders Denkender auslöst:

Wir müssen uns nicht wundern, wenn etwa Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis lieber bei den radikalen Formen ihrer Religion bleiben, sicher oft als Reaktion auf die Wahrnehmung, wie gleichgültig wir mit unserem Glauben umgehen und wie wir sogar bei der Demontage der eigenen Religion mit blasphemischen Mitteln zusehen!

Und wir müssen uns auch gar nicht wundern, wenn beispielsweise ein Putin solche bei uns tolerierte und zum Teil gefeierte Aktionen wieder propagandistisch für sich ausschlachtet, um dadurch den seiner Meinung nach „heiligen Krieg“ gegen den „dekadenten Westen“ zu legitimieren und wenn ihm das dann auch viele noch glauben. Es ist natürlich niemals gutzuheißen, dass uns jetzt die Oreschnik-Raketen um die Ohren fliegen, aber es ist offensichtlich, dass es u.a. genau ein solches entrüstendes Gehaben wie das vieler unserer sogenannten Künstler ist, welches die Stimmung international, aber auch innerhalb unserer Grenzen so aufheizt.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

wir haben als Bürgerinnen und Bürger unseres Landes auch eine Verantwortung angesichts dessen, was wir tolerieren!

Da brauchen wir nun in mehrfacher Weise den Heiligen Geist: Erstens, wie es im heutigen Evangelium heißt, zum Erkennen der Wahrheit und zum richtigen Einordnen der Ereignisse und Vorgänge in unserem Umfeld, weiters brauchen wir ihn, damit er uns Mut und Kraft schenkt zum Reagieren und Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit, in die wir gestellt sind. Und schließlich möge er uns auch noch die rechten Worte eingeben, wenn es im Gespräch darum geht, liebevoll, aber auch mit Klarheit die zu sagende Wahrheit zum Ausdruck zu bringen.

 

Des Kaisers neue Kleider

Schließlich tut es dann noch gut, sich zu erinnern, dass es Gleichgesinnte gibt, die verstehen, wie man mit Witz und Esprit sich angesichts solcher Fehltritte in unserer teils sehr dekadenten Welt den Ärger von der Seele singen kann und die auf diese Weise vielen helfen, die gute Laune nicht zu verlieren. Spontan hab ich mich da an Reinhard Mey erinnert:

 

„Nicht weit von meiner Wohnung wurde vor nicht langer Zeit
Was ich durchaus begrüß', ein Kindergarten eingeweiht
Nun muss noch auf den Rasenplatz davor ein Stück Kultur
Nicht etwa eine Schaukel, nein, eine Skulptur!


Dafür hat man einen Künstler aus Grönland engagiert
Der dort mit Schmieröl und Walfischkot experimentiert
Ich hab' nichts gegen Eskimos, ich frag' mich nur, warum
Laufen bei uns so viele arbeitslose Bildhauer herum
Wie dem auch sei, das Kunstamt hat auch für mein Steuergeld
Die Plastik "Kind und Chaos" auf dem Rasen aufgestellt
Seitdem trau'n sich die Kinder nur mit Tränen und Geschrei
Und auch nur unter Strafandrohung an dem Ding vorbei
Nicht eine Taube, die auf "Kind und Chaos" niederschwebt
Und kein Hund muss so nötig, dass er's Bein daran hebt

Was mich betrifft, ich hab' die Faxen satt
Sieht denn hier keiner, dass der Kaiser keine Kleider anhat?
Das ist weder neu noch orginell, das ist nur beknackt –
Seht doch mal richtig hin, der arme Kerl ist splitternackt!“

 

Möge der Hl. Geist, der auch durch die Weisheit alter Märchen spricht, uns an diesem Pfingstfest beleben und uns seine Freude in Fülle schenken! Amen.

Pfarr Team
Richard Puttinger
1. Pfarrgemeinderatsobmann
Philipp Faschinger, Bacc.theol.
Pfarrprovisor
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