Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

  • Startseite Diözese Linz
  • Kontakt
Bunte Farben
Hauptmenü ein-/ausblenden
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:

„Ich muss nicht alles gleichzeitig bewegen ...“

Verena Fuhrmann

Verena Fuhrmann über den Blick von außen, die Gleichberechtigung aller Menschen, Verantwortung füreinander und das nötige Quäntchen Gelassenheit.

Verena Fuhrmann

 

Warum ich mich als Frau in der Katholischen Kirche in Oberösterreich engagiere und einbringe ...

 

Als deutsches Nordlicht bringe ich bewusst eine Außenperspektive in die Diözese Linz ein. Dieser Blick von außen ist für mich kein Abstand, sondern eine Chance: Er erlaubt es, Gewohntes neu zu betrachten, Selbstverständliches zu hinterfragen und Entwicklungen anzustoßen.


Frischer Wind entsteht dort, wo unterschiedliche Erfahrungen aufeinandertreffen. Ich habe Kirche in verschiedenen Kontexten erlebt und gelernt, Vielfalt als Bereicherung zu verstehen. Genau diese Vielfalt möchte ich einbringen – mit Offenheit, mit Neugier und mit dem Mut, Fragen zu stellen. 


Mir ist wichtig, Räume zu schaffen, in denen geprüft, reflektiert und weitergedacht wird – ganz im Sinne des paulinischen Gedankens: alles zu prüfen und das Gute zu behalten. Entwicklung geschieht nicht durch Stillstand, sondern durch ehrlichen Austausch, Weitung des Blicks und gemeinsames Ringen um tragfähige Lösungen.

 

Themen, die mir als Frau unter den Nägeln brennen ...

 

Im Zentrum steht für mich die Gleichberechtigung aller Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Lebensform. Dabei geht es mir nicht um ein Gegeneinander oder um eine Bevorzugung von Frauen als nachträglichen Ausgleich für Jahrhunderte patriarchaler Strukturen. 


Es geht um ein echtes Miteinander. Um eine Kultur des Respekts, in der jede Person mit ihrer Würde gesehen und anerkannt wird. Gleichberechtigung beginnt für mich im Alltag: im Zuhören, im Ernstnehmen von Erfahrungen, im fairen Zugang zu Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten. 


Ich wünsche mir eine Kirche, die die Vielfalt ihrer Mitglieder nicht nur duldet, sondern als geistliche und gesellschaftliche Stärke versteht. 

 

Diese gesellschaftspolitischen Themen stehen meiner Meinung nach jetzt an ...

 

Gleichberechtigung, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind für mich keine voneinander getrennten Themen, sondern eng miteinander verwoben. Sie betreffen unser Zusammenleben, unseren Umgang mit der Schöpfung und unsere Verantwortung füreinander – global wie lokal.


Dabei denke ich sowohl an die großen gesellschaftlichen Debatten als auch an die kleinen, konkreten Schritte vor Ort. Veränderung beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. 


Ein besonderes Anliegen ist mir der Blick auf die jungen Generationen. Sie sind nicht nur „Zukunft“, sondern bereits Gegenwart. Ich erlebe sie als wach, reflektiert und widerstandsfähig – oft viel stärker, als wir ihnen zutrauen. Es braucht Vertrauen in ihre Fähigkeiten, echte Beteiligung und die Bereitschaft, ihnen Raum zu geben.
 

Was oder wer mich beGEISTert und mir Kraft gibt, damit Kirche lebendig wird und in Bewegung bleibt ...

 

Was mich trägt, ist das Vertrauen in eine innere Ordnung des Lebens: dass Entwicklungen reifen dürfen und dass jeder Abschnitt seine eigene Aufgabe bereithält. Dieses Bewusstsein schenkt mir Ruhe. Es bewahrt mich davor, mich vom Druck permanenter Veränderung antreiben zu lassen oder mich in Erwartungen zu verlieren, die meine Kräfte übersteigen. 


Ich muss nicht alles gleichzeitig bewegen. Ich darf Schritt für Schritt gehen. Ich darf aus dem heraus handeln, was mir gegeben ist – mit meinen Fähigkeiten, meiner Erfahrung und meiner Energie. Nicht getrieben, sondern bewusst. Nicht erschöpft, sondern kraftvoll. Daraus entsteht eine Gelassenheit, die nicht passiv ist, sondern klar und handlungsfähig. 

 

Alles, was deine Hand, solange du Kraft hast, zu tun vorfindet, das tu!

(Koh 9,10a)

 

Für mich bedeutet das: wach zu sein für das, was jetzt ansteht, und es mit Hingabe und Verantwortungsbewusstsein zu tun. Kirche bleibt lebendig, wenn Menschen aus dieser inneren Freiheit heraus handeln – verwurzelt im Vertrauen, getragen vom Geist und bereit, ihren Teil beizutragen.

zurück

Zur Person: 

Verena Fuhrmann BSc ist Referentin für Junge Erwachsene, Festivalseelsorge und Denk Dich Neu im Team Jugend und Junge Erwachsene.

Weiter Lesen
Waltraud Wagner

„Weil ich aktiv mitgestalten möchte ...“

Waltraud Wagner

Waltraud Wagner über den Wunsch, eine lebendige Kirche mitzugestalten, die Balance zwischen Traditionellem und Neuem sowie die Bedeutung von Integration, auch intergenerationell.

Maria Imlinger

„Aufgewachsen in einem lebendigen, befreienden Glauben ...“

Maria Imlinger

Maria Imlinger über ihre salesianische Prägung, ihren Antrieb für eine Arbeit voll Frohsinn und Zuversicht in der Kirche und ihre Hoffnung, nicht mehr über Gleichstellung schreiben zu müssen.

Eva-Maria Gattringer

„Liebe tagtäglich in die Welt hineinleben ...“

Eva-Maria Gattringer

Eva-Maria Gattringer über Veränderung, das Einbringen von Talenten und Fähigkeiten, die Gestaltung von „Zusammenleben“ und die Suche nach Spiritualität sowie die Sehnsucht nach einem „hörenden Herzen“.

Brigitta Hasch

„Neugierig machen und zeigen, was Kirche zu bewegen vermag ...“

Brigitta Hasch

Brigitta Hasch über ihren „Spätstart“ in der katholischen Kirche, die Freude an begeisternden Menschen und was diese mit tollen Projekten bewirken können.

Adelheid Schrattenecker

„Die Botschaft Jesu fasziniert mich immer mehr ...“

Adelheid Schrattenecker

Adelheid Schrattenecker über ihre Erfahrung als erste Frau in der Pastoralkonferenz, die Freude an ihrer Kirche, die Gleichstellung der Frauen und den Mut, nicht aufzugeben.

zurück
weiter

nach oben springen
Sitemapmenü:

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz

Ihr Kontakt zur
Diözese Linz

nach oben springen