Kunst in Garsten
Nach Plänen von Pietro Francesco Carlone
erfolgte 1677 unter Abt Roman Rauscher die Grundsteinlegung
für den barocken Neubau der Kirche, die die Söhne
Carlones, Carlo Antonio und Giovanni Battista, vollendeten.
Der Bau des Stiftsgebäudes wurde ebenfalls
von Pietro Carlone begonnen; Jakob Prandtauer
führte ihn schließlich zu Ende. Weiters waren auch
die Bildhauer Marian Rittinger und die Maler Carl Reslfeldt
sowie Kremser Schmidt maßgeblich an der
barocken Ausgestaltung des Stiftes beteiligt.
Das Kloster Garsten wurde so zu einem überaus komlexen
Gesamtkunstwerk, das Religion, fürstliche Herrschaft, Architektur
und Landschaft unter einer Idee vereinte.
Als besondere
Kunstwerke gelten:
die niederländischen Wandteppiche sowie
die Fastenbehänge des Kremser
Schmidt, die hervorragende Sandstein-Pieta
des Meisters von Großlobming, um 1420,
die ursprünglich romanische „wunderbare Muttergottes“,
der lebensgroße Osterengel von Marian
Rittinger, das Gemälde der Kreuzigung von Reslfeld
(1685) usw.