Katholische Männerbewegung: Scheidungsväter haben Rechte

Die Katholische Männerbewegung (KMBÖ) setzt sich anlässlich des Vatertages am kommenden Sonntag für die Rechte geschiedener, von ihren Kindern getrennt lebender Männer ein.
"Dabei achten wir die Rechte der Frauen und die Rechte der Kinder, melden aber an, dass Männer ebensolche Rechte haben", erklärte KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer zur Problematik von Scheidungskonflikten.
Kinder hätten ein Recht, "unabhängig von den Wünschen der Mütter und Väter, auf Geborgenheit, auf Kontinuität der Beziehungen und auf Versorgung der Bedürfnisse", hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Unter Trennungen leide oft die Vater-Kind-Beziehung, der getrennt lebende Elternteil fühle sich oft ausgegrenzt.
Die Männerbewegung berief sich auf eine empirische Studie des Soziologen Gerhard Amendt: Fast die Hälfte der 3.600 befragten Männer sieht die eigenen Kinder nach der Trennung von der Mutter nur noch selten oder gar nicht mehr, 42 Prozent betrachten sich als bloße "Wochenendväter", jeder vierte empfinde sich als bloßer "Zahlväter", und zehn Prozent sehen sich ihrer Vaterrolle vollständig beraubt.
Für die KMBÖ gilt: "Wer sich um seine Kinder von Anfang an annimmt, der hat sich die Vaterschaft erworben" - die Zeugung alleine oder das Wahrnehmen finanzieller Verpflichtungen mache noch keine Vaterschaft aus. "Aus unserer Sicht geht Vaterschaft einher mit Verantwortung für die Kinder, mit der Pflicht und dem Recht, die Erziehung der Kinder zu gestalten und für das Auskommen der Kinder mit Sorge zu tragen", betonte Vorsitzender Wimmer.
Auch gemeinsame Aktivitäten könnten die Beziehung stärken. "Eine gute Gelegenheit dazu bietet jährlich der Vatertag", so Wimmer. Die KMBÖ bietet rund um den Sonntag zahlreiche Aktivitäten für Väter mit ihren Kindern an. Besonders beliebt sind die Vater-Kind-Wochenenden, die in verschiedenen Bundesländern angeboten werden. Weiters werden heuer tausende Gottesdienstbehelfe, Plakate, das Mitgliedermagazin "Ypsilon" mit einem Themenschwerpunkt zum Vatertag und andere Goodies verteilt.
Mag. Luis Cordero
Pressereferent der KMBÖ und SEI SO FREI
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