Christlich geht anders

Die Katholische Männerbewegung unterstützt die Anliegen der Kampagne "Christlich geht anders".
Grundsatzstatement „Christlich geht anders. Solidarische Antworten auf die soziale Frage“ - April 2017
Die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe steht im Zentrum des christlichen Glaubens.
Sie wird gelebt durch den Einsatz für Mitmenschen und für Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Wer sich auf den christlichen Gott beruft und dabei auf den Nächsten vergisst, verkehrt die christliche Botschaft in ihr Gegenteil.
Christlicher Glaube macht Mut und Hoffnung.
Wer Ängste schürt und Menschen gegeneinander ausspielt, zerstört den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
ChristInnen sind solidarisch mit den Schwachen.
Die Liebe zu Gott ist untrennbar mit der Sorge um die Armen verbunden. Wie wir den Geringsten einer Gesellschaft begegnen, so begegnen wir Gott selbst (Mt. 25,40). Wer Arme bekämpft, bekämpft das Christentum.
Kirchen fordern einen aktiven Sozialstaat.
Ein Sozialstaat ist organisierte Solidarität. Gegenseitig schützen wir uns so vor den Grundrisiken des Lebens: Erwerbslosigkeit, Prekarisierung, Armut und Not. Angriffe auf den Sozialstaat sind immer auch Angriffe auf uns alle, verstärkt aber auf jene, die einen starken Sozialstaat besonders brauchen.
Ein gerechtes und soziales Steuersystem ist im Sinne der Kirchen. Wir lehnen daher eine Steuerpolitik ab, die viele übermäßig belastet, Vermögen und hohe Einkommen aber schont.
Als ChristInnen fordern wir ein Gutes Leben für alle in Frieden und sozialer Gerechtigkeit.
Dafür bilden wir ein wachsendes Bündnis von engagierten Christen und Christinnen gemeinsam mit anderen, gerade auch mit zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Motivation zur Kampagne
Unsere Kampagne möchte das Ziel der sozialen Gerechtigkeit ins Zentrum der gesellschaftspolitischen Debatten rücken. Dabei müssen wir Konflikte mit selbsternannten ChristInnen austragen, uns auf die Seite der Ausgegrenzten stellen und uns an das Wort von Papst Franziskus halten: „Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straße hinausgegangen ist, lieber als eine Kirche, die auf Grund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist.“ (Evangelii Gaudium 49)
