Männerleben.heute
Zum Auftakt wird gleich mit einer der erfolgreichsten Mythen im traditionellen Männlichkeitsdiskurs aufgeräumt. Dr. Klaus Sejkora postuliert: „Männer sind beziehungsfähig!“ Er setzt sich selbstkritisch mit der Frage auseinander, warum in den 80er-90er Jahren, auch in seinen Veröffentlichungen, regelmäßig das Gegenteil behauptet wurde. In seinem Vortrag versucht er eine Antwort auf die Frage: Was brauchen Männer (anderes), um Beziehungen gelingen zu lassen.
Der brillante Vortragende Prof. Dr. Kurt Finger nimmt die Teilnehmer im zweiten Teil der Reihe mit auf eine Reise zu den Grenzen des „starken Geschlechts“. Wie gehen Männer mit den veränderten Rollenanforderungen um? Wo werden ihre Stärken in Schule, Arbeitsplatz und bei der Gründung von Familien wahrgenommen? Ein Plädoyer für den Aufbau selbstbewusster männlicher Rollenbilder jenseits des Testosteronwahns.
Testosteron steht auch im Zentrum des Vortrags von Gottfried Huemer zum Thema „Gesundheit und Leistung“. Mit praktischen Beispielen zeigt er, dass die von vielen Männern inhalierte Leistungsmaxime durchbrochen werden kann, um Kraft für den Kampf mit dem nächsten Säbelzahntiger zu sammeln.
Den Vereinbarkeitsbogen spannt Dr.in Karin Sardadvar im letzten Vortrag der Reihe: Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit mit Lebenszeit. Sie präsentiert brandaktuelle Studien des Instituts FORBA zur Inanspruchnahme von Teilzeitarbeit. Wie können Männer, wie Unternehmen, davon profitieren, dass der Beruf nicht die unangefochtene Nr. 1 im Leben der erwerbsfähigen Männer darstellt und welche Hürden müssen dafür auf die Seite geräumt werden.
