Unser menschliches Leben ist immer auch vom Loslassen geprägt, auch wenn wir uns nicht so gerne mit diesem Thema beschäftigen. Vielmehr beschäftigen wir uns wohl lieber damit, was wir im Leben (noch) erreichen wollen, was wir uns geschaffen haben und uns erhalten wollen.
Wir sind heute – besonders auch über die Medien – mit vielen Angst- und Bedrohungsszenarien konfrontiert: Klimawandel mit allen Folgewirkungen, radikale religiöse und politische Strömungen, Kriege, gesellschaftliche Spannungen und Polarisierungen, Angst vor dem Fremden.
Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem in den Medien nicht vom Klimawandel und dessen bedrohlichen Folgen berichtet wird: Erderwärmung, Trockenheit, verheerende Stürme und Überflutungen. Auch in unseren Regionen bekommen wir zunehmend die Auswirkungen der Erderwärmung zu spüren. Mittlerweile ist unbestritten, dass ein dringender Handlungsbedarf besteht.
Eine der prägendsten und grundlegendsten Beziehungen in unserem Leben ist für uns Männer die Beziehung zur unserem Vater. Unsere Väter sind unsere ersten Vorbilder in Bezug auf die Entwicklung unserer männlichen Identität. Sie sind wichtige Leit- bzw. Vorbilder im Leben und Glauben - mit allen Licht- und Schattenseiten, mit allen Möglichkeiten und Grenzen, mit allen Ecken und Kanten.
Wir Menschen möchten unser Dasein als sinnvoll und bedeutungsvoll erleben. Idealerweise trägt unsere alltägliche Arbeit (Erwerbsarbeit, ehrenamtliche Arbeit, Familienarbeit) zu unserer Selbstentfaltung und Selbstbestimmung bei. Ist das der Fall, kommen die Fähigkeiten und Begabungen in uns – wie die Saiten bei einer Gitarre – ins Schwingen und Klingen.
Wahrscheinlich geht es uns allen so, dass wir uns unseres Glaubens und unserer Hoffnung nicht immer ganz sicher sind. Manches, was uns im Leben begegnet oder widerfährt, stellt bisherige Gewissheiten in Frage, verunsichert, lässt uns zweifeln. Solche „Verunsicherungen“ können uns aber auch zu einem tieferen Wissen oder einer tieferen Erkenntnis führen. Das Zweifeln im Sinne von Hinterfragen, den Dingen auf den Grund gehen wollen, wirklich verstehen, begreifen und spüren wollen, kann unseren Glauben dann sogar stärken.
Papst Franziskus vertritt das Prinzip der Zuwendung zu den Menschen - besonders zu den „Armen und Bedrängten aller Art“ - wie kaum ein Papst zuvor - nicht nur in seinen Schreiben, sondern vor allem auch in seinem Lebens- und Führungsstil, seinem Selbstverständnis und seiner Vision von Kirche. Es geht ihm zutiefst um die Fähigkeit der Empathie und der Wahrnehmung des einzelnen Menschen in seinem Wert und seiner Würde.