Und deshalb ist uns das Gedenken an die Opfer der Verbrechen des NS Regimes, insbesondere jene, die im KZ Mauthausen und in den Außenlagern gefangen gehalten wurden, sehr wichtig. Wir wollen aus der Vergangenheit lernen und die Fehler von damals nicht wiederholen“, so Anita Buchberger.
Ternberg war ein Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen und seit dem Jahr 2008, wo Buchberger gemeinsam mit ihrem Kollegen Klaus Peter Grassegger im Rahmen des größten Sozialprojekts „72 Stunden ohne Kompromiss“ den Gedenkraum installierte, findet alljährlich eine Gedenkfeier im ehemaligen Küchentrakt der Baracke statt. Die katholische Jugend will nicht in alten Wunden stochern, sondern bewusst an das Leid der NS-Zeit erinnern und der Opfer gedenken und sie möchte mit ihrem Engagement auch einen Bezug zur Gegenwart herstellen. „Als Katholische Jugend gehört es zu unserem Selbstverständnis, dass wir uns für Toleranz und Nächstenliebe in unserem Zusammenleben einsetzen“, so Reini Fischer, Regionskoordinator der KJ Region Ennstal (Dekanate Enns-Steyr-Weyer). Besorgt nehmen die Veranstalter und ihre Mitveranstalter (Pfarre Ternberg, Marktgemeinde Ternberg, der Musikverein Ternberg, die Bezirks - und Ortsstelle des Roten Kreuzes Ternberg und das Mauthausen Komitee Österreich) wahr, dass Entwicklungen, die zur Katastrophe des Nationalsozialismus geführt haben auch in unserer gegenwärtigen Gesellschaft sicht- und spürbar sind.
Das Thema der heurigen Gedenkfeier war „Internationalität verbindet“.
In beeindruckenden Grußworten wurde den vielen Mitfeiernden vom Bischof der Diözese Linz, Dr. Manfred Scheuer, Irmgard Aschbauer, Leopold Steindler und Eva Wimmer mahnende Worte mitgegeben, die wieder zum Nachdenken anregten. Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich und damit verantwortlich für die Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Österreich, ging in seiner Gedenkrede auf den Jahresschwerpunkt ein und stellte durch viele konkrete Beispiele einen Bezug zur Gegenwart da. Er ermutigte die Mitfeiernden ihre Stimme zu erheben und mehr Zivilcourage zu zeigen. Er betonte die Wichtigkeit der Gedenkfeier und dass es wichtig ist, immer wieder an die Gräuel der NS-Diktatur zu erinnern um eine Wiederholung derartiger Ereignisse zu verhindern.
Weitere Informationen sowie Führungen im Gedenkraum können mit Anita Buchberger, Beauftragte für Jugendpastoral im Dekanat Weyer, oder auch mit Reini Fischer, Regionskoordinatior der Region Ennstal, vereinbart werden.