Learning by heart
Eine Bekannte aus Linz erzählte mir immer wieder, wie sie ihren Lieblingspsalm, Ps 23. „Der Herr ist mein Hirte“, in früheren Jahren verinnerlicht hatte und jetzt immer wieder zur eigenen Vertrauensstärkung hervorholt, rezitiert, betet… Besonders gerne tut sie es im Warteraum eines Arztes oder vor einer Narkose. Das verinnerlichte Wort gibt Kraft und Leben. Auswendig gelernte Texte sind ein Schatz. Beim Auswendiglernen ist das große Thema die Wiederholung. Dadurch werden die einzelnen Sätze vertrauter, sie werden wiederkaut, verkostet und entfalten ihren Geschmack!
Es könnte ein schönes Projekt für die Fastenzeit sein, sich einige Texte aus der Hl. Schrift oder aus anderen spirituell nahrhaften Quellen zu Herzen zu nehmen und sie ein wenig “by heart“ – mit dem Herzen – zu lernen. Durch das Vertrautwerden mit den Worten kann ein neuer Zugang zu dem gefunden werden, was sich „hinter diesen Worten“ verbirgt.
Gebet:
Alle Zeit liegt in denen Händen, Gott.
Segne diese, meine Fastenzeit,
mit der Du mich daran erinnerst,
dass nichts für immer ist.
Alles wird einmal Staub sein.
Alles liegt in deinen Händen.
Gott segne mich,
wenn ich auf der Suche bin,
die Worte „hinter den Worten“ zu entdecken.
Öffne mir Herz und Augen,
damit ich die auf diesem Weg begegne.
Amen.