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Pfarrer P. Johannes zum "der Gute-Hirten-Sonntag"

30. April 2023

Der vierte Sonntag in der Osterzeit wird der "Gute-Hirten-Sonntag" genannt. Der Gute Hirt hat 3 Aufgaben: die Herde weiden, sie schützen und sie gut unterbringen...

 

 

 

Liebe Pfarrgemeinde!

 

Der 4. Sonntag in der Osterzeit wird traditionell als der „Gute-Hirten-Sonntag“ bezeichnet. In allen drei Lesejahren werden Ausschnitte aus der Rede Jesu über den guten Hirten im Evangelium vorgelesen. Ich sehe vor allem drei Aufgaben des guten Hirten: Er soll für seine Herde gute Weide finden, er soll sie vor wilden Tieren und eventuell auch Dieben schützen, und er soll sich um eine gute Unterkunft – einen Stall, ein Nest… kümmern.

Das zentrale Wort des heurigen Evangeliums lautet: „Ich bin die Tür zu den Schafen.“ (Joh 10,7)

 

   

 

         1. Türen und Tore haben gewaltige Symbolkraft:

 

Man denke nur an das romanische Trichterportal, durch das man unsere Stiftskirche betritt, das eigentlich aus einer ganz anderen Zeit stammt als das restliche Gebäude. Wenn jemand zum ersten Mal unsere Kirche betritt, ist er durchaus überrascht und betroffen, weil er mit der Pracht und Fülle des Innenraumes nicht gerechnet hat, und viele sind überwältigt. Das Portal eröffnet also einen Raum, der die Seele im innersten und jenseits der normalen menschlichen Erfahrung trifft und etwas von Himmel spüren lässt.

Die gewaltigen gotischen Portale vieler Kathedralen sind selbst schon ein großes Versprechen für eine überirdische Erfahrung, die beim Eintritt geschenkt wird. Die Tür eröffnet hier eine neue Welt, die in die Tiefen unserer Persönlichkeit wirkt und durchaus auch den Umgang mit den Mitmenschen beeinflusst. Der Eintritt durch diese Tür ist für diese Erfahrung notwendig. Wer durch die Nebentür eintritt, macht solche Erfahrung nicht. Allerdings haben besondere Räume auch Vorzimmer, in denen man sich auf einschneidende Ereignisse vorbereiten kann. Hier ist nicht nur das Wartezimmer beim Zahnarzt gemeint, sondern oft auch die Begegnung mit einer wichtigen Persönlichkeit, vielleicht ein Gespräch mit dem Landeshauptmann…….

 

          2. Tür als Schutz:

 

Natürlich wird man eine Eingangstür auch einmal absperren. Eine offene Tür ist aber ein wertvolles Symbol, eine Einladung. Man braucht offene Türen nicht einzurennen. Eine offene Tür zeigt auch, dass da jemand Vertrauen hat, und dass ich mit meinen Sorgen und Freuden zu jemand kommen kann, der mich versteht. Eine offene Tür drückt aus, dass da jemand ist, der sich freut, wenn ich zu ihm komme. Sie zeigt das Angebot einer Gemeinschaft, ja Freundschaft. Wenn wo abgesperrt ist, tut das irgendwie weh. Ich bin nicht erwünscht, ich bin jemandem lästig, er möchte in Ruhe gelassen werden.

Im Bild, das Jesus zeichnet, geht es natürlich auch um Schutz für die Herde. Jesus möchte seine Schafe, die ihm kostbar sind, vor Schaden bewahren. Wenn man es erweitern will, könnte man sagen. Der Tierliebhaber wird sich überlegen, wie er seine Lieblinge unterbringt, damit sie sicher sind. So wird jemand, der als Hobby einige Hühner hat, für sie einen Stall bauen mit einem Eingang, der den Fuchs abhält. Der Imker wird für die Bienen im Spätsommer das Flugloch so einengen, dass sie sich leicht gegen die für sie gefährlichen Wespen wehren können.

 

         3. Jesus sagt: Ich bin die Tür!

 

Wenn wir die bisherigen Überlegungen auf das Wort Jesu beziehen, heißt das, dass Jesus uns einerseits den Raum zum Himmel öffnet, und dass er uns andererseits schützen will vor allem, was das göttliche Leben in uns gefährdet. Davon spricht er ja auch deutlich. Er nennt diese Lebensgefährder Diebe und Räuber. Dann gibt es da auch noch den Türhüter, der nur den Hirten zu den Schafen lässt.

Jesus unterscheidet schließlich noch zwischen dem Hirten, dessen Stimme die Schafe kennen, und dem Fremden, den sie nicht kennen und vor dem sie fliehen. Später wird Jesus sagen: „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.“ Dies ist selbst ein wunderschönes Bild für das göttliche Leben, das ähnlich auch in der Offenbarung des Johannes vorkommt – beispielsweise in einem Stein, den Gott schenkt, und auf dem der neue Name steht, den nur der kennt, der ihn empfängt – also ein inniges Vertrauensverhältnis zwischen Gott und dem, der sich ihm hingibt. Im heutigen Evangelium heißt es: Der Hirt „ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen…“

     

   4. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

 

Aus dem Schlusssatz dieses Evangeliums ist Ausschließlichkeit herauszuhören: Es gibt sonst niemanden, der kommt, damit wir das Leben in Fülle haben. Jesus geht so weit, zu sagen: „Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber.“ So erschreckend dieser Satz ist, und so sehr man sagen möchte: „Aber ich doch nicht“, so sehr sollte man die Radikalität der Aussage Jesu ernst nehmen, die ein Stück weiter in die Feststellung einmünden wird: „Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe!“

 

     5. „Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern!“ (Ez 34,11)

 

Es ist sehr deutlich, dass Jesus auf diese Stelle im Buch Ezechiel anspielt. Dort macht Gott den bisherigen Hirten schwere Vorwürfe (Ez 34,1-10). Sie sind nur Ausbeuter, denen an den Schafen nichts liegt und denen es völlig egal ist, wenn die Herde sich zerstreut und untergeht. Gott hat solches Mitleid mit den Schafen und es tut ihm so weh, dass die Schafe unter der Behandlung der schlechten Hirten dermaßen leiden, dass er sich schließlich entschließt, sich selber um die Schafe zu kümmern. Jesus bezieht dieses Wort auf sich als den guten Hirten. Gott kann nicht länger zuschauen, wie seine Schafe zugrunde gehen und er ist in Jesus jetzt selbst gekommen. Jesus ist der einzige, dem es wirklich um die Schafe geht.

Ein Wort noch zum Ausschließlichkeitsanspruch Jesu: Bei der Verteidigungsrede vor dem Hohen Rat (Apg 4,8-12) sagt Petrus, erfüllt vom Heiligen Geist: „Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch. Er (Jesus) ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.“

 

Das Heil, die Fülle des Lebens, die Gott uns schenken will, ist so groß, dass es niemand auf der Welt gibt, der es selbst erreichen könnte, geschweige denn, dass jemand solche Liebe in sich hätte, dass er einen anderen dahin führen könnte. Darum sagt Gott: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern!

 

Bibeltexte zum Guten-Hirten-Sonntag

 

Der Text wird auch im PDF-Format angeboten, mit der Bitte, ihn auszudrucken und an die Nächsten und Näheren weiterzugeben, die kein Internet haben.

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