Das war die feierliche Amtseinführung
In seiner Predigt ermutigte der Generalvikar alle Menschen der Pfarre, das Miteinander mit Hoffnung und Zuversicht zu gestalten. Es gilt, die Einheit im Blick zu haben und die Vielfalt zu schätzen. Er betonte, dass der vom Bischof beauftragte Pfarrvorstand auf die Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie mit den Verantwortlichen in den Pfarrgemeinderäten und Seelsorgeteams angewiesen ist. Darüber hinaus braucht er die Unterstützung, das Mittragen und die Bereitschaft zum Mittun aller Gläubigen, aller Menschen guten Willens, die hier leben. Der Generalvikar bedankte sich im Namen von Bischof Manfred Scheuer und der ganzen Diözese bei allen Menschen der Pfarrgemeinden der Pfarre Rodl–Donau für die Bereitschaft zur Mitgestaltung und wünschte Gottes Segen für die gemeinsame Zukunft.
Vizebürgermeister Gerhard Leibetseder aus Ottensheim sprach als Vertreter aller politischen Gemeinden der neuen Pfarre. Besonders betonte er den Wert des Ehrenamtes, gleich ob in Kirche oder Gesellschaft. Ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre ein derart vielfältiges Angebot nicht möglich und leistbar. Er unterstrich die Bereitschaft aller Gemeinden, die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune weiter zu pflegen und zu gestalten.
Am Ende der liturgischen Feier gab der Pfarrvorstand ein Statement ab, für welche Kirche er sich einsetzen werde:
Verwaltungsvorstand Daniel Himsl sprach unter anderem: „Ich engagiere mich für eine Kirche, die die Werte, die sie verkündet, lebt, die in Ihrem Handeln zeigt, wofür sie steht und im Leben der Menschen Spuren hinterlässt. Ich engagiere mich für eine Kirche, die den Mut hat, neue Wege zu gehen, Veränderungen offen begegnet und zugleich ihre Wurzeln achtet. Ich engagiere mich für eine Kirche, die Heimat für Viele ist, die Suchenden Hoffnung gibt und ein Wegweiser für jene ist, die Orientierung brauchen. Ich engagiere mich für eine Kirche, die nicht nur von Gott spricht, sondern ihn im Miteinander spürbar macht.“
Pastoralvorständin Maria Krone machte einen Ausblick in die Zukunft: „Ich setze mich ein für eine Kirche, die uns Zeit lässt, damit wir in spirituelle Tiefe tauchen können. Ich setze mich für eine Kirche ein, in der Junge und Alte einander zuhören und sich aufeinander verlassen. Ich setze mich ein für eine Kirche, die Platz lässt für die Zukunft, denn das Puzzle des Reiches Gottes ist noch längst nicht komplett. Ich setze mich ein für eine Kirche, die in all dem Gott vertraut, der unser Leitstern ist und uns in die richtige Richtung führt.“
Pfarrer Abt Reinhold Dessl sprach von seiner Vision von Kirche. Er hob vor allem die Bedeutung der Taufberufung hervor und wies dabei auf die vielen verschiedenen Aufgaben und Berufungen hin. Die Mitfeiernden im Altarraum würden diese Vielfalt symbolisieren: „Ich setze mich ein für eine Kirche, die die Tradition schätzt, mit ihren Riten, Symbolen und Zeichen, aber trotzdem neue Wege ins Heute geht. Ich setze mich ein für eine Kirche, die aus der Taufberufung lebt und viele Berufungen fördert und zulässt. Ich bin ein Fan der Weltkirche und trotzdem einer Kirche, die Heimat hier vor Ort bietet. Ich träume von einer Kirche Jesu Christi, die den Traum Gottes vom Menschen lebt. “
Die anschließende Agape im Pfarrheim Ottensheim war geprägt von wertvollen Begegnungen und Gesprächen. Der rege Austausch zwischen den vielen Menschen der Pfarre ließ das Miteinander spürbar erleben.
Rosa Zölß
Hier können Sie den Gottesdienst im Nachhinein anschauen. LINK

