in der Fastenzeit sind Versuchungen – so zumindest für mich – noch mehr im Alltag präsent als sonst. Ich verzichte wie die letzten Jahre auch wieder auf Süßes. Und wie es dieser Verzicht an sich hat, sehe ich Süßes plötzlich überall. Und besonders am Anfang der Fastenzeit erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich danach greife. Aus Gewohnheit und Unbedachtheit. Die Fastenzeit als Verzicht ist für mich eine Chance, die eigenen Gewohnheiten neu zu überdenken, Nein zu den großen und kleinen Versuchungen des Lebens zu sagen und bewusst mein Ja zu Gott zu geben.
Sprache ist zusehends im Wandel – immer schon und heute umso mehr.
Neue Worte und Redewendungen entstehen, werden nicht mehr von allen verstanden und doch finden sie ihren Weg in unseren Sprachgebrauch.
Vieles wiederum gerät in Vergessenheit, einst selbstverständliche Sprache wird nicht mehr verstanden.
Früher, da war alles besser. Diesen Satz hört man all zu oft. Ich wage zu sagen: Früher gab es ganz ähnliche Probleme, wie heute auch. Am Fest der Heiligen Familie möchte ich dabei ins besonders die Familie in den Blick nehmen. In dieser gab es früher genauso Herausforderungen wie heute.
vor einigen Jahren, als ich noch Studentin war, durfte ich im Rahmen eines Seminars mit der Universität nach Spanien Andalusien fahren. Dort betrat ich zum ersten Mal Kirchen, die zwar noch dastanden als Gebäude, aber die keine Kirchen mehr waren. Sie waren Supermärkte, Bücherläden und Restaurants.
Wenn ich in der Schule das Thema Gottesbilder in den ersten Klassen durchmache, dann lese ich ihnen dabei gerne das Bilderbuch „Gott ist wie Himbeereis“ vor. Zu Beginn lese ich nur den Titel und frage etwas überspitzt: „Stimmt das denn? Ist Gott wirklich wie Himbeereis?“ Die Kinder lachen da meist auf und ich höre den einen oder anderen empörten Nein! Ruf.