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Pfarrgemeinderat auf Klausur

Am 10. und 11. November 2017 war der Pfarrgemeinderat auf Klausur in Engelhartszell. Die Klausur war geprägt von Diskussionen, wie wir unsere Zukunft in den nächsten 1, 3, 5 oder 10 Jahren gestalten können, wie unsere gemeinsame Sichtweise dazu ist und wofür wir in unserer Pfarre stehen.

Dipl. Theol. Bernd Hüsers, Pfarrassistent und Diakon in Zipf, begleitete uns als Moderator bei der Klausur und stellte mit seinen kritischen Fragen und Texten unser Denken auf den Prüfstand. Seine wohlwollende und kritische Sichtweise ermöglichte uns unsere gewohnten Denkmuster in Frage zu stellen.

 

Er brachte einen Text des Paderborner Pastoraltheologen Herbert Haslinger *) ins Gespräch. Dieser verglich die Kirche mit einer Berghütte. Eine Berghütte, ein Hüttenwirt ist da für die, die ihn brauchen. Seine Dienste kann jeder der will in Anspruch nehmen, ein Besucher muss aber nicht das volle „Hüttenprogramm“ buchen.

 

Ein zweites Bild regte uns zur Diskussion an: eine zerbrochene Küchenuhr. Die Hälfte der Keramik war noch sichtbar, die zweite Hälfte ließ Spielraum für Neues zu. Ist es so mit der Kirche? Müssen und dürfen wir die Kirche neu erfinden und gestalten? Jesus machte keine Publicity um seine Person. Die Menschen strömten zu ihm, weil er etwas zu sagen hatte, weil er anders dachte und lebte als es üblich war.

 

Durch das Stift Engelzell führte uns auf sehr humorvolle und selbstkritische Weise Abt Marianus Hauseder. Er betonte, dass die fünf verbliebenen Trappisten nützliche Zeitgenossen sind, weil sie mehrere Stunden am Tag beten, auch für uns alle, weil uns einfach oft die Zeit dafür fehlt.

 

So gehen wir frohen Mutes und mit Zuversicht in die nächsten fünf Jahre.

 

Barbara Eckl

Fotos: Angela Pfusterer

 

*) Bitte anklicken, der Link führt zum Text von Herbert Haslinger!

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