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Inhalt:

Das Zuckerlglas

die Geschichte von Maxi und seinem Zuckerlglas

Liebe kleine und große Kinder!


05. 04. 2020 - Heuer wollten wir euch vom 1.Fastensonntag bis zum Ostersonntag die Geschichte von Maxi und seinem Zuckerlglas bei den Familiengottesdiensten erzählen.

Leider sind wir nicht über den 1. Sonntag hinaus gekommen. Hier findet ihr die gesamte Geschichte zum Nachlesen!

 

Viele Grüße vom Familienliturgiekreis!

 

 

Das Zuckerlglas

Von Claudia Grünbacher und Barbara Eckl


Maxi hatte es sich lange überlegt. lm Kindergarten hatten sie von der Fastenzeit gehört und Heidi, seine Kindergärtnerin, hatte vorgeschlagen, dass sich jedes Kind etwas vornehmen könnte.

 

Sein Vorsatz war - und er hatte wirklich lange darüber nachgedacht:

Alle Zuckerl, die er in dieser Zeit bekam, wollte er in einem großen Glas zusammensparen bis zum Ostersonntag. Er erzählte allen von seinem Vorsatz: Mama, Papa, seinem Bruder Thomas, seiner Schwester Sophie, Oma, Opa, dem Briefträger usw.

 

Die ersten Tage der Fastenzeit waren sehr schwer. Zu gerne hätte er dieses gute Orangenzuckerl von Opa gleich aufgegessen und auch die Eiszapfen-Zuckerl, die er jedes Mal bei der Bäckerin bekam ...

Aber nein, tapfer stopfte er seine Errungenschaften in das Zuckerlglas und langsam verwandelte sich der Verzicht in die Freude auf den Ostersonntag, denn da würde er endlich wieder naschen dürfen.

 

Das Zuckerlglas stand immer in der Küche auf dem Regal neben Mamas Kochbüchern. Maxi hatte es mit Windows-Color bemalt und groß seinen Namen darauf geschrieben.

 

Als er am Freitag nach dem Kindergarten das Himbeerzuckerl, das ihm Florian geschenkt hatte, in sein Glas geben wollte – oh Schreck: Da war es weg!


Zuerst glaubte er noch, dass Mama es umgestellt hatte. „Maxi, ich habe dein Zuckerlglas nicht angerührt. Ich weiß doch, dass es dir sehr wichtig ist", sagte Mama. Hatte er selber es vielleicht in sein Zimmer getragen? Nichts, auch dort war es nicht zu finden. Maxi wurde immer verzweifelter. Immerhin war das Glas schon zu zwei Drittel voll und es waren auch nur noch 10 Tage bis Ostern. Es musste doch wo sein. Es konnte nicht einfach verschwinden.

 

Maxi stürmte durch alle Zimmer. Er suchte im Bad, am Klo, im Spielzimmer, in Sophies Zimmer und schließlich entdeckte er es. Als er die Tür zu Thomas' Zimmer aufriss, sah er Thomas am Boden sitzen, in der Hand SEIN Zuckerlglas. Thomas hielt es mit beiden Händen fest, rund um ihn waren leere Zuckerlpapiere verteilt, das Glas war fast leer und Thomas konnte gar nichts sagen, weil sein Mund mit Zuckerl voll war.


Maxi starrte Thomas an und Thomas war in diesem Augenblick kreidebleich geworden. Ob vor lauter Schreck oder deswegen, weil ihm schon ganz schlecht war vor lauter Zuckerl, konnte nachher niemand mehr sagen.

 

Maxi sank zu Boden und begann, ganz anders als sonst, lauthals zu schluchzen. Sein ganzer Körper zitterte, die Tränen flossen in Strömen. Jetzt wurde Thomas noch bleicher als bleich. Damit hatte er nicht gerechnet. Normalerweise schrie und tobte Maxi, wenn ihm etwas nicht passte, aber so zu weinen wegen der paar Zuckerl ...

 

Schließlich kam Mama dazu, sah was los war, sagte kein Wort, hob Maxi hoch, trug ihn in sein Zimmer, tröstete ihn, streichelte ihn und ganz langsam beruhigte er sich wieder.

 

Verstohlen trug Thomas die Reste der Zuckerl und das Glas zurück in die Küche.


,,Komisch", dachte er, ,,niemand schimpft mit mir, niemand meckert, komisch." Auch am Abend - Mama sagte kein Wort über den Vorfall, nichts.
Auch nicht einige Tage später. Thomas spürte aber, dass er etwas gemacht hatte, das nicht in Ordnung war. Irgendwie war es aber anders als sonst.


Er hatte schon öfter Maxis Legotürme zerstört oder ihm seine Stofftiere versteckt. Dann wurde er geschimpft oder bekam es von seinem Bruder auf andere Weise zurück. Aber dieses Mal - nichts, keine Rache, keine Strafe, nichts ... - komisch!

 

„Mama, das mit dem Zuckerlglas von Maxi ... - warum hast du nicht geschimpft?"


Da setzte sich Mama zu ihm, nahm ihn auf den Schoß und sagte: „Maxi war so stolz auf seinen Vorsatz, darauf, dass er ihn schon dreißig Tage lang durchgehalten hatte, kein einziges Zuckerl genascht hatte. Als er sah, was du getan hattest, war er so gekränkt und enttäuscht. Er hat mir erzählt, er wusste noch genau, welches Zuckerl er von wem bekommen hatte. Das Eiszapfen-Zuckerl von der Bäckerin und das Orangenzuckerl von Opa und er hatte vor, uns alle am Ostersonntag - als besonderes Geschenk – von seinem Glas naschen zu lassen.

Du hast ihm das alles zerstört und ihm die Freude genommen." Thomas war nachdenklich geworden. „lch habe nicht gewusst, dass ihm dieses Glas so wichtig ist."


Thomas hatte eine Idee.

Ganz früh am Ostermorgen legte er jedem ein Zuckerl auf den Frühstücks-teller. Er hatte von seinem Taschengeld goldenes Papier gekauft, jedes Zuckerl damit eingewickelt und mit Farbstiften verziert. Auf den Platz von Maxi legte er ganz viele goldene Zuckerl. Auf jedes schrieb er einen Buch-staben. Wenn Maxi es richtig zusammenlegen würde, stand da „Entschuldigung".


Als endlich alle beim Frühstück saßen, sagte Thomas ganz laut, obwohl sein Herz furchtbar schnell klopfte: ,,Lieber Maxi, es tut mir leid, dass ich dir deinen Fastenvorsatz zerstört habe. Ich weiß, dass ich das nicht wieder gut machen kann. Bitte nimm meine Entschuldigung an!" Einen Moment lang war es ganz ruhig. Alle schauten gespannt auf Maxi. ,,Schon gut", sagte Maxi. Thomas stürmte zu Maxi, umarmte ihn und freute sich riesig. Die anderen applaudierten. Mama sagte nun auch ganz laut und zu allen: ,,Thomas, ich bin jetzt richtig stolz auf dich. Es war zwar nicht richtig, dass du das Zuckerlglas von Maxi stibitzt hast, aber dass du jetzt vor uns allen um Entschuldigung bittest und selber gemerkt hast, dass das nicht richtig war, finde ich ganz toll. 
Und wisst ihr, das will uns Ostern auch sagen. Man muss Altes hinter sich lassen, vielleicht sogar bereuen, um dann einen neuen Anfang machen zu können."
,,Das ist eigentlich richtig Ostern" waren sich alle einig.

 

Foto: Eras Grünbacher

 

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