Asche
Asche
im leisen Windhauch.
sofort verweht
Asche
kleines Häufchen
nicht mehr zu erkennen was einst war
an Saft und Kraft und Leben.
Es ist gewesen.
Was kaum noch Zeugnis gibt
verweht im Wind.
Asche
bedeckt nun toten Boden
nach zerstörerischer Glut,
und dringt in Erde ohne Leben.
Asche
nährt mit ihrer Kraft
was tief verborgen ruht
in diesem Grab.
Asche
gibt sich her,
verliert sich ganz
im kleinen, unerkannten
neuen – LEBEN.
Asche
bedeckte diese Erde
die nun so fruchtbar wie noch nie
lässt sprießen, wachsen und gedeihen
Gras und Blumen,
ja Bäume, die den Himmel fast berühren.
Asche auf dem Haupt
hörst du die Worte:
„Gedenke Mensch, was du bist.“
Schau in dich mit Mut,
erkenne Disteln, Dornen und Gestrüpp
verdorrte Äste und auch Stämme,
die schnell zur Asche werden,
lässt du zu in dir
einen Funke nur von Gottes Glut.
Asche auf dem Haupt
hörst du die Worte:
„Öffne dich, glaub meinem Evangelium nur!“
Schau in dich mit den Augen,
mit denen Gott dich sieht.
Du wirst sehen
Gräser, Blumen, Früchte,
die er wachsen lässt aus seiner Kraft
und aus seiner Liebe, mit der er dich berührt,
und aus der Asche deines dornigen Gestrüpps.
(Text u. Foto: (C) Burghard Ebenhöh