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Inhalt:

Sehnsuchtswege zur Krippe

Ein Impuls zum Evangelium des 1. Adventsonntags

„Sehnsuchtswege zur Krippe“ – so heißt das diözesane Motto für diesen Advent. Warum denn machen wir uns auf den Weg zur Krippe, auf den Weg, die Geburt Jesu zu feiern?

Was erwarte ich mir von diesem Fest – jenseits von all dem, was so alle Jahre wieder üblich ist.  Ist da noch eine Hoffnung, dass diese „heilige“ Nacht, auf die wir zugehen, etwas „heilen“ kann – in unseren Herzen, auf der Welt.

Wir sind eingeladen, unsere ganz persönlichen Sehnsüchte – egal, wie sie auch heißen – dem göttlichen Menschenkind zu bringen, sie ihm hinzulegen.

Aber wir sind auch gerufen, uns zu fragen: Welche Sehnsüchte möchte der menschgewordene Gott in uns wecken. Welche Feuer möchte er in unseren Herzen entzünden, damit sie nicht nur unser Inneres erwärmen, sondern auch die Welt, die wir berühren.

Wir wollen in dieser Serie dem nachspüren, was die Evangelien der Adventsonntage uns über diese Sehnsüchte verraten, die in unserem Herzen schlummern, und die Jesus zum Leben erwecken will.  Wir wollen uns darauf einlassen und spüren, wie heilsam es ist, wenn sie göttliches Sehnen die Richtung unseres Lebens bestimmt.

 

Zum Evangelum des 1. Adventsonntags
Lk 21, 25 – 28. 34 – 36

 

Leidest du an der Welt, wie sie ist?

Weil du eine tiefe Sehnsucht in dir hast

nach Frieden, Gerechtigkeit und Liebe

zu den Menschen und der ganzen Schöpfung?

 

Wie kannst du dann NICHT wünschen,

dass es ein Ende hat mit einer Welt,

die scheinbar nur existieren kann,

weil Krieg, Ausbeutung und Streben nach Macht

oder auch Gleichgültigkeit

sie bestimmen?

 

Wie kannst du da nicht ersehnen,

dass DIESE Welt erschüttert würde

bis in ihre Grundfesten

und kein Stein auf dem anderen bleibt

der Kartenhäuser aus Lüge und Intrige,

aus Eitelkeit, Missgunst und Gier?

 

Und wie kannst du da nicht

zu beten beginnen,

Gott möge dir ein WACHES Herz schenken,

damit du wahrnimmst, was um dich geschieht,

und wie du dich dem entziehen kannst,

was dein Gott verabscheut?

 

Und wie kannst du da nicht

zu beten beginnen,

Gott möge dir ein WACHES Herz schenken,

das Wege für dich erkennt, dem allen zu entfliehen

und das dich Orte entdecken lässt,

an denen all das keine Macht mehr hat über dich,

weil ER dort schon angekommen ist.

 

Und wenn du selbst dieser Ort wärst?

Ein Ort, an dem ihre Stratgeien nicht hinreichen,

und ihre Gier und ihre Falschheit nicht?

Wenn dieser Ort, jenes reine Herz wäre,

das das Kind in der Krippe einmal

selig preisen wird?

 

Sei gewiss,

DIESE Sehnsucht wird Erfüllung finden,

so sie eine ist.

 

Text und Foto: Burghard Ebenhöh

 

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