Hände auf Gott zu
FESTGENAGELT
„Mein Gott, warum hast du mich verlassen“
Warum nur? Es ist vorbei, für immer! Wie schwer lastet das Unabänderliche auf mir.
Wo bist du, Gott? Ich kann dich nicht mehr finden. Ohnmächtig bin ich. Ich kann nur schreien, klagen, weinen, fluchen. - doch immer noch mit dir auf den Lippen:. „mein Gott!“. Festgenagelt bin ich an meinem Schmerz. Komm du, ich kann nicht. Ich warte auf dich!
ERGEBUNG
„In deine Hände lege ich meinen Geist.“
Ich lasse mich fallen. In meine Ohnmacht, in meine Schwäche und Trauer. Und da ist eine Hand, die mich fängt. Ich falle in eine bergende Gegenwart. Ich spüre: Ich bin getragen, gehalten und getröstet. Jemand ist da, der mir zuflüstert: „Du darfst Ja sagen. In deinem Leid kannst du dich öffnen und spüren, ich gehe mit dir. Du darfst mein Versprechen hören: Für dich wird alles gut, auch für Menschen, die du liebst, die du vielleicht verloren hast, wird alles gut, denn mein Wille wird geschehen, so wie er im Himmel schon geschieht.
EMPFANGEN
„Es ist vollbracht“
Es wird gut, weil vieles gut war - am Ende unseres Lebens und am Ende des Lebens von uns teuren Menschen.
Bei Gott ist nichts, was an Liebe geschenkt und gelebt wird verloren, auch nicht, was nur versucht wurde oder gescheitert ist. Wir dürfen vertrauen, dass er alles Gute vollendet und erfüllt. Nichts ist verloren.
Es gibt immer etwas, wodurch ich reich beschenkt bin. Mir wurde Liebe geschenkt und ich durfte Liebe schenken - in der Form, in der es mir möglich war und ist. Das gilt in dem, was zerbrochen oder verloren ist, immer noch. Ich bewahre es in meinem vertrauenden Herzen und so bin noch einmal beschenkt und dankbar, denn es war gut und hat sich nun ganz erfüllt, weil ich mein "Amen" sage.