Auf den Spuren von Jakob Prandtauer
So werden derzeit jeden zweiten Dienstag im Monat Senior*innen zum Pfarr-Café-Nachmittag eingeladen. Ein unkompliziertes Treffen und Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen, das von vielen gerne angenommen wird.
Im Fasching und im Advent wird ebenso eine größere Feier für unsere Älteren mit kleinen Programmpunkten organisiert. Auch besuchen wir die höher betagten Menschen aus unserer Gemeinde zu ihren Geburtstagen mit einer kleinen Aufmerksamkeit und freuen uns gegenseitig über den Austausch, der dabei stattfindet.
Bei den jährlichen Haussammlungen bitten wir um eine Spende für Menschen in Oberösterreich die in Not geraten sind und hoffen, dabei auf offene Türen und Herzen zu treffen. Das Wort für Menschen zu erheben, die es selbst gerade nicht können, nicht wissend, welcher Wind dir zurückschlagen wird, dazu gehört auch etwas Mut. Doch meist kehrt zurück, wie du in den Wald hineingerufen hast.
Nächstenliebe ist bekanntlich eine Vorstufe zur Gottesliebe.
Um die Gemeinschaft zu stärken und als Dank für den Einsatz im vergangenen Jahr, begab sich die Gruppe der Pfarrcaritas heuer als Jahresabschlussausflug auf den Weg zum Sonntagsberg - neun Frauen in zwei PKW`s (klimatisiert bei einer Außentemperatur von 36 Grad).
Bei einer interessanten, kurzweiligen und amüsanten Führung durch die Basilika, mit einem ortskundigen Herrn, erhielten wir Einblicke in die Geschichte dieses Wallfahrtsortes.
Innerhalb von 45 Minuten erklärte uns der Kirchenführer, der hier schon vor beinahe 80 Jahren selbst ministriert hatte, was es mit dem "Zeichenstein", dem neuen zeitgemäßen Volksaltar aus Salzburger Marmor, den alten wertvollen Bildern, der Verewigung der Geliebten des Künstlers auf einem der Wandbilder, … auf sich hat.
Wussten Sie, dass die barocke Wallfahrtskirche am Sonntagsberg Anfang des 18. Jhdt., während er am Stift Melk bereits baute, ebenso von Jakob Prandtauer geplant und dann von seinem Neffen Joseph Munggenast vollendet wurde? Er durfte also die Kirche in Christkindl nach dem Tod Carlones vollenden und den Bau der Kirche am Sonntagsberg beginnen.
Meine Achtung und Wertschätzung gelten dort wie da, besonders den vielen Bauarbeitern und Handwerkern, die zwar meist nicht namentlich genannt wurden, die aber durch ihren schweißtreibenden Einsatz die Erschaffung dieser imposanten Bauwerke in mühsamer Arbeit erst realisiert haben.
Wir neun Frauen genossen an diesem Tag, der auch ohne Arbeit schweißtreibend war, die angenehme Kühle in der Kirche, während der Führung und der, von Johanna Eisner vorbereiteten Andacht, am Festtag des Hl. Johannes vor dessen Altarbild. Die Andacht wurde von mir mit brasilianischen Flötenklängen untermalt.
Wegen der Hitze entschieden wir, den geplanten Spaziergang zum Türkenbrunnen zu unterlassen und fuhren gleich durch die wunderschöne hügelige Landschaft des Mostviertels zu unserer Jausengeberin im Bio-Hof Hinterleiten in Waidhofen/Ybbs. Hier wurden wir von der jungen, sympathischen Bäuerin, der Irauschek Lisi, äußerst freundlich mit kühlem Birnencider vor der Hoftür empfangen.
Als wir in die Stube traten, waren wir fast sprachlos und richtig ehrfürchtig. So besonders hatte sie unseren Tisch gedeckt, so liebevoll eine kalte Platte mit allerlei Bioerzeugnissen, Aufstrichen und verschiedenen Schmankerln aus ihrer Küche, mit Blüten und Kräutern geschmückt, vorbereitet.
Ein Dankeschön für diese Auswahl der Labstelle an unsere Leiterin Karin Götz, eine 100%ige Weiterempfehlung an Euch liebe Leser*innen.
Wir verbrachten hier einen gemütlichen Abend mit einem Abschlusseis auf der Terrasse und einer kleinen Führung durch den bäuerlichen Kräutergarten.
Besonders freuen wir uns, dass unser Team im vergangenen Arbeitsjahr wieder um zwei Frauen gewachsen ist. Wir begrüßen Lilli Pfeiffer und Edith Wieland in unserer Mitte.
Gestärkt in der Gemeinschaft werden wir auch im nächsten Jahr wieder einen Teil unserer Zeit zum Wohle der Mitmenschen einbringen und so ein bisschen etwas zum liebevollen Miteinander in unserer Gemeinde beitragen.