Am Freitag den 8. Sept. 2017 (Maria Geburt) war die alljährliche Dekanatswallfahrt.
Von Raab führt eine Allee zu dem einst vielbesuchten Wallfahrtsort, der auf einem Abhang als idyllische Baugruppe liegt: Gnadenkapelle, Rosenkranzstiege, Wallfahrtskirche und Benefiziatenhaus.
Die Heilkraft der Quelle wurde erkannt, als 1645 die Dienstmagd des Lebzelters Tobias Pöckl aus Raab hier geheilt wurde, die ihre erkrankten Füße in der Waldquelle gebadet hatte. Zum Dank lies sie daneben eine Kreuzsäule mit einem Marienbild setzen. Bald war die Heilquelle bekannt und erhielt einen regen Zulauf. Später entstand über der Kreuzsäule eine mit Baumrinde gedeckte Hütte, die kurze Zeit später einer aus Holz gebauten Kapelle Platz machte. 1683 wurde das Bild “Unsere liebe Frau mit dem geneigten Haupte” angebracht. Im 18 Jahrhundert entstand aus der hölzernen Kapelle die gemauerte, welche 1859 erneuert wurde.
Um den Wallfahrtsort in höheres Ansehen zu bringen, dachte man bereits 1702 an den Bau einer größeren Kapelle. Die von 1703 bis 1706 dauernden Kriegsunruhen (Spanischer Erbfolgekrieg) und die von 1711 bis 1714 grassierende Pestdrängten den Bau zunächst in den Hintergrund.
Die Wallfahrtskirche Maria Bründl wurde in den Jahren 1719 bis 1734 erbaut und ist eine kleine Barockkirche, welche am 6. Oktober 1734 durch den Fürstbischof Josef Dominik Graf von Lamberg eingeweiht wurde.Der Tag des Patroziniums wurde auf das Fest “Maria Heimsuchung” am 2. Juli festgelegt. Als Zehente wurden von Graf Tattenbach “Adelberg, Ruprechtsberg, Zöchelau, Würting, Geiersberg und Haargassen” angewiesen.