Das Hochwasser hat in den Pfarren an Inn und Donau hunderte Menschen in Angst versetzt und in Notsituationen gebracht, aber auch beeindruckende Hilfsbereitschaft geweckt. Die Kath. Kirche im Dekanat Schärding lud deshalb am 26. Juni in die Stadtpfarrkirche Schärding zu einem Gottesdienst ein, in dem Leid und Not, aber auch Hoffnung und Dank zum Ausdruck gebracht wurden. Etwa 150 Betroffene, HelferInnen und Menschen, die sich mit den Betroffenen solidarisieren, waren der Einladung gefolgt.
"... Banges Warten, bange Fragen: wird der Hochwasserschutz ausreichen, wenn nicht – was ist dann? ... Gegen Mittag ist klar: die Katastrophe lässt sich nicht mehr aufhalten. Hektisches Treiben setzt ein. Was können wir noch retten? Was müssen wir dem Wasser überlassen? ..." Solche Sätze versetzten die Mitfeiernden noch einmal in die kritischen Tage. Schwimmkerzen wurden ausgelöscht.
Aber auch: "Viele, oftmals fremde Leute kommen mit Gummistiefeln, Schaufeln und Eimern – und packen einfach mit an ..." Neue Kerzen wurden entzündet. Gefühlvolle Lieder des Vocalensembles Innpuls umrahmten den Gottesdienst. Zum Ausklang wurde zu einer einfachen Agape im Pfarrsaal eingeladen.
"Mir kamen die Tränen wieder, als die Gedanken und Gefühle beim Hochwasser wieder in Erinnerung gerufen wurden", sagte eine Frau, in deren Haus das Wasser bis knapp unter die Decke reichte. "Aber es hat gut getan."