Wir danken dir Herr für den dritten Advent, für die Freude, die heute laut wird, für die Güte, die eine Zukunft hat.
Du bist uns nahe. Wenn uns das Lachen im Halse steckenbleibt, die Angst sich über unsere Hoffnung legt, der Boden unter den Füßen wegrückt, dann schenke uns Menschen, die uns mit ihrer Fröhlichkeit anstecken.
Und mache du uns zu Menschen, die für andere eintreten, Freude bereiten und die Welt mit einem Lachen verzaubern. Wenn du zu uns kommst, bleibt nichts beim Alten.
Markus berichtet uns im Evangelium zum 2. Adventsonntag von Johannes dem Täufer, der uns dazu aufruft, dem Herrn den Weg zu bereiten. Von der Wüste aus mahnt er zur Umkehr und Buße und er verkündet das Kommen des Herrn. Viele folgen ihm und lassen sich am Jordan taufen.
Am ersten Adventsonntag ist im Matthäusevangeliums der Aufruf zur Wachsamkeit und Bereitschaft für das Kommen des Menschensohnes nicht zu überhören.
Wir wissen nicht, an welchem Tag unser Herr kommt, aber wir sollen zu jeder Zeit und Stunde auf die Begegnung mit ihm vorbereitet sein und ihm den Weg bereiten.
Da derzeit keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden und auch keine Adventkranzsegnung in der Kirche gestaltet werden kann, laden wir die Pfarrbevölkerung herzlich ein, die Segnung des Adventkranzes in der Familie zu feiern.
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Corona-Epidemie kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Dankbar beten wir für alle, die mit ihren vielfältigen Diensten
die Versorgung und Sicherheit unseres Landes aufrechterhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Besonders denken wir an Personen und Orte, die unter Quarantäne stehen,
und an alle, die sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Heiliger Geist tröste die alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen bitten wir, dass die medizinischen Einrichtungen
auch weiterhin den enormen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zum vertrauten Alttag.
Sehnsuchtsvoll bitten wir um eine weltweite Eindämmung der Krankheit.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und müssen unsere Grenzen akzeptieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Gemeinsam und im Vertrauen auf Deine Hilfe werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns offen füreinander – aufmerksam und achtsam.
Dein Herz ist gütig und demütig, eine erfrischende Quelle des Friedens.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
(bearbeitet und ergänzt von Bischof Hermann Glettler, lnnsbruck).
Eine herzliche Einladung zum Gebet und zum Weitergeben