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Pfarrgemeinde St. Oswald bei Freistadt
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Biofaire Jause

Im Rahmen des Dekanatsprozesses zum Thema Schöpfungsverantwortung traf man sich am Freitag, 2. Oktober 2015 im Marktladen in St. Oswald zu einer Biofairen Jaus´n .

Teilnehmer aus Freistadt, Sandl, Kefermarkt und St. Oswald sahen ein Video von Maria Hochholzer vom Weltladen in Linz über den spanischen Gemüseanbau in Almeria. Eine große landwirtschaftliche Fläche wird in riesigen Glashäusern für den Anbau von Tomaten, Paprika etc. genutzt und dabei werden viele Pestizide eingesetzt um makelloses Gemüse (so wird es von den Großkonzernen gefordert) zu produzieren.

 

Die Arbeiter, meist Illegale, die für einen Hungerlohn arbeiten, haben keine Schutzmasken, nicht einmal ordentliche Kleidung. Eine Wohnung können sie sich schon gar nicht leisten und oft wird ihnen auch dieser karge Lohn nicht ausbezahlt.

 

Dieses Gemüse und auch das Obst werden in unreifem Zustand geerntet und tausende Kilometer zum Verkauf gebracht.

Ziel dieser Biofairen Jausn war, uns bewusst zu machen, dass wir oft gedankenlos einkaufen. Wir sollten mehr auf die Herkunftsländer achten, den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten, heimische Produkte verwenden, damit auch unsere Bauern für ihre Produkte einen fairen Preis erhalten. Obst und Gemüse der Saison verwenden, Fleisch aus der Region kaufen. Erdbeeren im Jänner müssen nicht sein, auch die nachgereiften Tomaten schmecken im Winter nicht so gut, wie die sonnengereiften im Sommer bei uns. Zudem hat man die Garantie, dass bei heimischen BIO keine Giftstoffe verwendet werden.

 

Als Abschluss wurde die Anbaufläche der Erde anhand eines Apfels demonstriert und ließ die Teilnehmer nochmals sehr nachdenklich werden.

 

Nimm dir einen Apfel und ein Messer. Stell dir vor, dieser Apfel sei unsere Erde.

 

Schneide den Apfel in vier gleich große Stücke. Drei Viertel stellen die Ozeane dar. Nur etwa ein Viertel ist das Land.

 

Teile dieses Viertel in zwei Stücke. Eins davon zeigt, wo Menschen nicht leben können: an den Polen, in den Wüsten und im Hochgebirge. Übrig bleibt ein bewohnbares Achtel.

 

Auf diesem Stück Erde drängen sich etwa sechs Milliarden Menschen!

 

Schneide das Stück in vier Teile. Drei kleine Schnitzel stellen die Gegenden dar, an denen keine Nahrungsmittel angebaut werden können, weil es zu trocken ist. Außerdem unsere Städte und Straßen.

 

Ein sehr kleines Stück Apfel ist übrig. Schäle es. Was du jetzt in deinen Händen hältst, zeigt den winzigen Teil der Erde, auf dem Getreide und Obst wachsen und Tiere weiden. Von diesem Stückchen Land sind wir Menschen abhängig. Wir müssen es gut behandeln.

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