Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • In Gemeinschaft
    • Unser Pfarrgemeinderat
    • Ministranten und Ministrantinnen
    • Unser Kirchenchor
    • FA Familien
    • KFB
    • Mütterrunde
    • Goldhauben- und Kopftuchgruppe
  • Glauben
  • Leben
    • Geschichte
    • Fotos
      • Hochzeiten
      • Unsere Verstorbenen
      • Geschichte der Pfarre
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Pfarre Rannariedl
Pfarre Rannariedl
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:

Ich habe den Herrn gesehen

offenes Grab

Osterpredigt 

Maria von Magdala war mit den anderen Frauen unter dem Kreuz Jesu gestanden. Sie hatte gesehen, wie sein  zerschundener und schwer verletzter Leichnam vom Kreuz genommen und ins Felsengrab gelegt worden war. Am 3. Tag – der Todestag als erster gerechnet – kommt sie im Morgengrauen zum Grab. Als es noch dunkel war, schreibt Johannes, und deutet damit darauf hin, dass Maria im Dunkeln tappt.

Sie sieht die geöffnete Grabkammer und ohne diese zu betreten zieht sie einen Schluss daraus: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Der Leichnam Jesu ist gestohlen und an einem unbekannten Ort. Das teilt sie auch dem Petrus und dem anderen Jünger mit. Maria sucht einen toten Jesus und will zumindest den Ort kennen, wo er liegt.  Das Grab ist der Ort des Gedenkens bis heute. Auch wir gehen nicht zu den Gräbern, um hineinzuschauen, sondern um dort zu trauern oder zu gedenken, wo wir unsere Toten hingelegt haben. Nichts anderes will Maria. Außerdem ein geöffnetes Grab wäre auch für uns ein Schrecken.

So wie Maria zu Petrus und dem anderen Jünger gelaufen ist, so laufen nun diese beiden  zum Grab. Der als erster ankommt schaut hinein, sieht nur das Totentuch. Er betritt das Grab nicht. Simon Petrus hingegen geht hinein und sieht neben dem Totentuch auch das Schweißtuch wohlgeordnet liegen. Die vorhandenen Begräbnistücher widersprechen also der Deutung Mariens, dass jemand seinen Leichnam gestohlen haben könnte. Grabräuber falten nun mal keine Tücher. Mehr können die beiden mit dem, was sie sehen, nicht anfangen. Sie haben keine Botschaft für die anderen.  So gehen sie nach Haus. Die Leere des Grabes hat nichts bewirkt.

Und so fängt die Erzählung noch einmal von vorne an und Maria steht wieder am Grab. Sie lässt ihrer Trauer freien Lauf und weint. Sie weint über den Verlust, nicht nur, dass er grausam getötet wurde, sondern dass jetzt auch noch sein Leichnam weg ist. Mit den von Tränen verschleierten Augen beugt sie sich in die Grabkammer. Zwei Engel  fragen sie nach dem Grund ihres Weinens. Maria sagt abermals: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht wohin sie ihn gelegt haben. Die Engel können ihr auch nicht weiterhelfen.

Maria bleibt in ihrer Trauer um die Reliquien Jesu und bleibt somit auf das Vergangene fixiert, auf die Erinnerung an das Gewesene, wie es auch heute auf den Sterbebildern beschworen wird: das Vergangene, die Erinnerung. Und sie wandte sich ab von den Engeln und will weggehen, aufgeben in ihrer erfolglosen Suche: Jesus gibt es nicht mehr für sie.

Aber als die Weißgekleideten  ihr nicht weiterhelfen können, tritt Jesus selbst in ihr Leben. Er liegt nicht irgendwo hingelegt, sondern er steht vor ihr. Der Auferstanden liegt nicht, er steht  und er redet sie an. In ihrer Trauer und im Schleier der Tränen kann sie ihn nicht erkennen. Er stellt ihr dieselbe Frage wie die Engel: Frau warum weinst du, wen suchst du? Da dreht sie sich ihm zu und sagt  ihre Not zum dritten Mal: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

Der Lebende steht vor ihr, sie aber will den Toten holen. Dann aber ruft Jesus sie mit Namen, und sie erkennt, dass es nicht der Gärtner ist, der die Gräber pflegt, auch nicht der gesuchte Tote, sondern der lebendige gute Hirte. Denn nur der gute Hirte ruft die Seinen mit ihrem Namen  und die Seinen erkennen ihn an der Stimme.

Jesus ist keine Reliquie, die sie aufbewahren und betrauern kann (wie man heute Urnen im Wohnzimmer oder Garten aufbewahrt), er bleibt als ihr guter Hirte bei ihr, auch wenn er zum Vater geht. Jesus ist nicht im Totenreich; sondern  in der Gegenwart Gottes.  Festhalten lässt er sich deshalb nicht.

Jetzt erst wird Maria zur Botin des Auferstandenen. Sie braucht  kein Grab Jesu mehr, weil sie ihn als lebendig erfahren hat, was Petrus und der andere Jünger nicht geschafft haben.  Sie tappt nicht mehr im Dunkeln, sie kann es verkünden: Ich habe den Herrn gesehen.

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Pfarre Rannariedl


Pühret 12
4143 Neustift im Mühlkreis
Telefon: 07284/8373
Mobil: 0676/8776-5310
pfarre.rannariedl@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/rannariedl
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen