Wednesday 16. October 2019

Liturgieausschuss

Im Liturgieausschuss der neuen PGR-Periode arbeiten gemeinsam mit Pfarrer Peter Pumberger - Maria Auböck, Klaus Leitner, Helga und Viktor Mayer, Siglinde Schmidmair, Ingrid Steinbichler, Margit Steiner und Claudia Wimmer.

 

Wir hoffen, auch weiterhin viele Feste und Feiern mit guten Ideen und sichtbaren Zeichen spürbarer und erfahrbarer zu machen.

 

Liturgieausschuss

nicht am Foto: Ingrid Steinbichler

 

 

Wir gestalten unter anderem:

 

Aschermittwoch

Fastenzeit

Karfreitag

Ostern

Christi Himmelfahrt

Allerheiligen

Allerseelen

Fastenzeit 2019: Aufblühen

Aschermittwoch
 

Seit Aschermittwoch steht ein Trog mit Erde in der Kirche und begleitet uns durch die österliche Fastenzeit. Wir starteten den Weg des Aufblühens mit Asche. Asche als Zeichen der Vergänglichkeit und zugleich als etwas Besonderes, als Dünger.

 

 

 

1. Fastensonntag: Erde – die Grundlage allen Wachstums

 

Gott du bist die Erde, die uns umgibt, uns hält und nährt,

das Dunkel, in dem wir aufbrechen und keimen können

 

 

2. Fastensonntag: Samenkorn in fruchtbare Erde gelegt

 

Samenkorn

deine Wartezeit

geht zu Ende

 

Alles in dir ist angelegt:

Deine Gestalt, Wurzeln, Blätter

Blüten, Stängel, Farbe und Duft

Deine ganze Fülle ist in deiner Unscheinbarkeit gegenwärtig

 

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt bleibt es allein.

Im Tod des Weizenkorns ist neues Leben.

 

 

3. Fastensonntag: Um wachsen zu können braucht alles Leben Wasser

 

Noch ist der Boden um dich trocken, hart und krümelig.

Lebensspendender Regen überzieht das Land

Weicht die Erde auf

 

Genährt von der Kraft des Wassers das alles Leben spendet

drängt die Kraft in dir nach außen

dem Licht entgegen.

 

Gott du bist die Quelle, die uns Leben spendet.

Du bist das Wasser des Lebens, das uns tränkt und wachsen lässt.

 

 

4. Fastensonntag: Zum Wachsen brauchen wir Licht

 

Von außen gelockt spürst du den Impuls zu wachsen

dem Licht entgegen.

Deine Lebenskraft entfaltet sich.

 

Du streckst du dich dem Licht entgegen.

Strahl für Strahl lässt du es in dich hinein.

Nimmst es auf und wirst immer mehr du selbst.

 

Gott du bist das Licht der Welt.

 

 

5. Fastensonntag: Um uns entfalten zu können brauchen wir Wärme

 

Du wartest darauf,

dass die Sonnenstrahlen dich berühren

und ihre Wärme dich aus der Reserve lockt

 

Gott du bist das Licht der Welt,

der Sonnenstrahl, der unsere Welt und unser Herz erhellt und wärmt.

 

 

 

Karfreitag

 

Der Weg blühte immer mehr auf, unsere Hoffnung auf Ostern wuchs. Heute wird klar, dass wir das Heil nicht allein durch das Zutun von uns Menschen erreichen können. Erst durch das Leid, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi wird uns allen Heil und ewiges Leben zuteil!

 

Als Zeichen für das Heil steht ein Kreuz in unserer Mitte.

 

 

 

Ostern

 

Du hast deinen Höhepunkt erreicht

Deine Blütenblätter sind alle entfaltet

Du zeigst dich in deiner ganzen Gestalt

 

Schön bist du

Leidenschaftlich

Einzigartig in Farbe und Form und Duft

Einmalig in deiner Art

 

Das Kreuz des Karfreitags ist nicht mehr Zeichen des Todes, sondern Zeichen des Lebens. Das Licht der Osterkerze richtet uns auf und siegt über alles. Halleluja!

FASTENZEIT 2018 - FASTEN MIT ALLEN SINNEN

Fastenzeit 2017 - Wagnis Asche

In der heurigen Fastenzeit findet man in unserer Kirche Asche statt Weihwasser. Das soll uns aufrütteln und bewusst machen, dass diese Zeit eine besondere, eine herausfordernde aber auch geschenkte Zeit ist. Beim Betreten der Kirche sollen wir erinnert werden, dass uns die Fastenzeit eine Gelegenheit zur Umkehr und zur Korrektur unserer Lebensgewohnheiten bietet. Ebenso soll sie uns als Symbol der Reinigung wachrütteln, damit wir diese Zeit nutzen, um bei uns aufzuräumen und einen "Frühjahrsputz" für unsere Seele zu veranlassen. In diesem Sinn können diese 40 Tage auch Wagnis und Herausforderung für uns Gläubige werden.

 

 

Asche – nicht nur auf dem Kopf, auch im Herzen:

Asche – ein starkes Zeichen für die Schwächen dieser Zeit.

Ihre Sichtbarkeit an der Stirn:

nicht Hinweis auf Erniedrigung,

sondern Symbol für ein Leben,

in dem Menschlichkeit entsteht;

ein Symbol, wo Grenzen nicht verschwiegen werden;

wo der Blick auf das Vergehen nicht verstellt wird;

wo Gottes Gegenwart Räume öffnet.

Fastenzeit 2016 - ERLÖST

mit dem Künstler Paulus Ploier

Seit dem Aschermittwoch ist der uns so vertraute Altar unserer Kirche mit seinem Glanz und seinen Bildern verhüllt. Mit einem schlichten Tuch in der Farbe der Umkehr und der Buße - violett.
Davor hängt ein Bild des berühmten Mundmalers Paulus Ploier aus Nußdorf mit dem Titel ER-löst.

 

(www.paulus-art.at) Der Künstler wird mit uns am 28.2. einen Gottesdienst feiern und sich nachher im Pfarrheim für eine Begegnung Zeit nehmen.

Diese Installation wird uns in der Fastenzeit begleiten. Am Aschermittwoch stellten wir uns Fragen zum Thema Erlösung und Kreuz.
In den Tagen bis sich das Violett in ein hell leuchtendes Feuer verwandelt, wird uns folgendes Lied in den Gottesdiensten begleiten:

 

GL 909

 

Refrain:

Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.

Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

 

     1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.

     In Sorge, im Schmerz sei da, sei uns nahe Gott.

     Refrain.

     2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.

     In Ohnmacht, in Furcht sei da, sei uns nahe Gott.

     Refrain.

     3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir.

     In Krankheit, im Tod sei da, sei uns nahe Gott.

     Refrain.

     4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.

     Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe Gott.

     Refrain.

     Gesegnete Fastenzeit! Der Liturgieausschuss.

 

 

 

OSTERN 2016

Feuer.

Entsteht aus einem kleinen Funken.

Aber es brennt nur, wenn es etwas gibt,

das sich anstecken lässt.

Dann wird der Funken zu einem Licht,

das wärmt

das durch seine Hitze etwas verändert.

Gott,

lass deinen Funken auf mich überspringen,

damit ich deinen Funken weitertragen kann,

damit ich die Welt ein bisschen verändern kann,

damit ich die Menschen ein bisschen verändern kann,

damit ein großes Feuer entsteht,

das uns Menschen erlöst und befreit.

Amen.

 

Fastenzeit 2015

Alle meine Quellen entspringen in dir


 

Der Liturgieausschuss hat für die heurige Fastenzeit wieder einen Schwerpunkt festgelegt und zwar ausgehend von folgendem Lied: "Alle meine Quellen entspringen in dir..." (GL 891). Dieses Lied soll uns durch die Fastenzeit begleiten. Es besingt Gott allein als Quelle allen Lebens. Teile dieses Liedes haben wir symbolisch veranschaulicht. Wir haben vor dem Altar eine Wüstendarstellung aufgebaut. In diese Wüstenlandschaft "rinnt" eine Quelle - der Brunnen wird während der Gottesdienste sprudeln und so Symbol sein für die unaufhörliche Quelle, die von Gott ausgeht.

 

Ein Ziel des Fastens kann für uns Christen ja sein, dass wir eine innere Quelle finden, aus der wir schöpfen können. Oft ist diese innere Quelle verschüttet durch die vielen Aktivitäten, denen wir ständig nachgehen. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und werden dadurch immer mehr vom Grund unserer Seele entfernt. Auf dem Grund der Seele würde die Quelle des Hl. Geistes sprudeln, die uns lebendig machen kann, so schreibt Anselm Grün, ein erfahrener Mönch. Doch oft genug ist diese Quelle verschüttet. Vor lauter Beschäftigung haben wir die Beziehung zu unserem Herzen, zu unserer Seele, verloren. Die Öde, die Leere und die Entfremdung in uns haben wir durch die Wüstendarstellung angedeutet.

 

Im Fasten graben wir uns durch all das innere Chaos hindurch, um zum Innersten zu gelangen. Wenn wir mit dieser Quelle in Berührung kommen, dann wird unser Leben fruchtbar, es bekommt einen neuen Sinn. Dann blüht es auf. Daher ist die Fastenzeit bewusst vor den Frühling gesetzt. Was im Frühling in der Natur geschieht, das soll in uns Wirklichkeit werden: aus der Erstarrung soll neues Leben in uns aufblühen.

 

Die Installation in der Kirche wird uns im Lauf der Fastenzeit und der Karwoche begleiten, sie erinnert uns an die eigentliche Kraftquelle für unser Leben - wenn wir sie finden können, dann wird auch in uns neues Leben aufkeimen und zum Blühen kommen.

 

  

 

 

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