Fronleichnamsprozession
Das blumengeschmückte Zeigegefäß, in dem wir das Heilige Brot durch die Straßen tragen, begleitet uns beim "demonstrieren", beim Herzeigen unseres Glaubens. Was am Gründonnerstag durch die Trauer über den nahenden Tod verdeckt wird, kann an Fronleichnam - sozusagen als fröhlicher Gipfel der vielen vorangehenden Feste - mit frohem Herzen gefeiert und hergezeigt werden: Unser Glaube an die bleibende Gegenwart Jesu auf den Straßen unseres Lebens.
Eine "Prozession" heißt auch, gemeinsam ein Stück des Weges gehen. Die einzelnen Stationen waren Gelegenheit, die Evangelienstellen zu hören, verschiedene Aspekte der Gegenwart Gottes unter uns zu betrachten, die Kindergartenkindern und den Erstkommunionkindern bei ihren Beiträgen zuzuhören und mit allen Sinnen den Segen Gottes zu erleben. Besonders die dritte Station zauberte ein Lachen in die Gesichter: Wie schon bei der Erstkommunion stand nochmals Jesus als der gute Hirte im Mittelpunkt dieser Station: Pfarrer Bell suchte und fand nach einer Weile das verirrte Schaf, und nicht nur den Kindern schrieben sich seine Worte ins Herz: So wie der Hirte dafür sorgt, dass die Schafe Gras finden, so schenkt Jesus sich uns mit dem Heiligen Brot als Nahrung - als Nahrung für die Seele, die wir dringend brauchen.
Der Dank der Pfarre gilt allen, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben, sei es durch Musik, durch die Begleitung der Kinder, durch das Schmücken der Häuser oder einfach durch das "Mitdemonstrieren".
Alle jene, die der Einladung zum anschließenden Frühschoppen des Musikvereins folgten, konnten sich davon überzeugen, dass bereits die Jungmusiker unter der Leitung von Josef Mörzinger tolle Musik machen und dass man bei unserem Musikverein nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch in besten Händen ist.