Martinsfest
der Bettler. Pfarrer Reinhard Bell (diesmal in der Rolle des Bettlers) erklärte, wie es kommen konnte, dass er zum "Sandler" wurde. Und er wies auch darauf hin, dass es jeden treffen kann. Ereignisse wie Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung oder finanzielle Probleme können jemanden ganz leicht "aus der Bahn" werfen. Und die Situation ist für alle "Bettler", ob selbst verschuldet oder nicht, gleich. Gleich schlecht.
Es ist nicht üblich, dass Sandler vorm Altar sitzen. Noch weniger kann man verstehen, dass "so einer" dann auch noch die Kipferl zum Austeilen segnen darf. Aber er durfte. Nicht nur, weil er "eigentlich" ohnehin der Pfarrer war. Sondern weil wir in ihm, wie in jedem Armen, Christus sehen können. Damit alle das zumindest ein Stück weit begreifen, erzählte Sissy Strigl die Geschichte vom hl. Martin, dem in der Nacht nach der Begegnung mit dem Bettler im Traum Jesus erschien. Jesus ließ Martin im Traum erkennen, dass er mit dem Bettler beschenkt worden ist, weil gilt: "Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan".
Und weil so viel vom Teilen die Rede war, bekamen die Kinder beim Verlassen der Kirche ein Martinskipferl, das sie mit einem anderen Familienmitglied teilen sollten.
Der Fachausschuss für Kinderliturgie hat wieder dieses wunderschöne Fest für alle organisiert. Die Mitarbeiterinnen des FA sorgten auch für Speis und Trank im Anschluss an die Feier. In den Räumlichkeiten der FF Lacken gab es (Kinder)Punsch, selbst gebackene Mehlspeisen und viel gute Laune.