Erstkommunion - „Bei Jesus haben alle Platz“
Aber beim gemeinsamen Einzug unter den Klängen der Musikkapelle von der Ortskapelle zur Kirche (regenfrei dank der Gebete (nicht nur) von Pfarrer Bell!), war noch viel Platz für jeden und die Fotos zeigen die Vorfreude unserer Erstkommunionkinder.
Erstkommunion feiern – das bedeutet auch, dass die Erstkommunionkinder ab dieser Stunde voll und ganz zur Gemeinschaft der Gläubigen gehören. Bei diesem wichtigen Schritt wurden die Erstkommunionkinder daher von Eltern, Geschwistern, Großeltern, Paten, Lehrerin und Schuldirektor begleitet – und damit auch wirklich allen klar wurde, wer da aller mitgekommen war, durften diese Begleiter den Erstkommunionkindern zu Beginn des Gottesdienstes zuwinken.
„Bei Jesus haben alle Platz“ – das kann man ja noch irgendwie glauben. Aber dass neben uns auch die anderen Platz haben, das ist schwer: Die Erstkommunionkinder zeigten es mit einem kurzen Sketch: Wenn es wirklich um was Wichtiges geht, z.B. einen Sieg im Fußballspiel, dann haben plötzlich jene nicht mehr Platz im Team, die dieses Ziel gefährden.
Sissy Strigl las unter Assistenz der Tischmütter die Geschichte „Komm, sagte die Katze“ von Mira Lobe vor. Nach und nach füllte sich der Baumstamm vor dem Altar mit den Tieren, die gerettet wurden. Ganz zuletzt kam auch noch ein Fuchs dazu!
Dass wir von allein nicht die Kraft haben, andere, vor denen wir uns vielleicht fürchten, zu lieben, das demonstrierte Pfarrer Bell in seiner anschließenden Predigt, indem er zuerst die ängstlich gackernde, aufgeregte Henne nachahmte: Alle fühlten mit den Ängsten von Hahn und Henne mit, als die Kirche vom naturgetreu nachgemachten, aufgeregten Gegacker des Federviehs widerhallte, das sich vor dem Fuchs zu Tode fürchtete. Erst das Vertrauen in die Katze, die bestimmte „der kommt auch mit“ beruhigte die Angst, und nun ahmte Pfarrer Bell das zufriedene Gurren von Hahn und Henne nach. Gemeinsam mit den Erstkommunionkindern wurde allen Zuhörern klar: Wir können es nicht allein durch die Stürme des Lebens schaffen, und schon gar nicht können wir die Angst vor dem anderen allein ablegen, wenn unser Verstand sagt, dass er gefährlich ist – aber immer, wenn wir vor Angst laut gackern, können wir uns an Jesus wenden, der mit uns inmitten der Wasserfluten am Baumstamm sitzt.
Erstkommunion – das heißt auch, ein Stück erwachsen sein, dazugehören, selbst Verantwortung tragen: Darum gaben die Kinder vor dem Empfang der ersten Kommunion auch persönlich das Versprechen ab, sich an Jesus zu halten – jenes Versprechen, das bei der Taufe noch die Paten und Patinnen für sie abgegeben hatten. Der wirkliche Empfang der ersten Kommunion war für jedes Kind etwas ganz Persönliches, ganz Besonderes.
Nach dem Gottesdienst und den Fototerminen war Entspannung beim gemeinsamen Schmausen im Pfarrheim angesagt; die Angehörigen wurden im Feuerwehrhaus verköstigt und aufgewärmt. (Danke der Mütterrunde!)
Herzlichen Dank allen, die durch Ihren Einsatz zu diesem herrlichen Fest beigetragen haben.