Fronleichnamsprozession
„Wir machen diesen Fronleichnamsumzug nicht, weil wir uns einbilden, dass wir die Besseren sind, die es den anderen zeigen - wir wollen in aller Demut hinausgehen und herzeigen, „demonstrieren“, was uns, auch wenn wir wissen, wie viele Schwächen es bei uns gibt, die Kraft gibt.“ Das war das Motto, unter dem die heurige Fronleichnamsprozession stand.
Herzeigen, was uns Kraft gibt, sagen, welche Werte für uns zählen. Dazu gehört das Gegrüßet-seist-du-Maria-Beten beim Umzug genauso wie die fröhlichen Lieder der Erstkommunionkinder und der Kindergarten- und Spielgruppenkinder bei den Altären. Pfarrer Bell erklärte anschaulich, was jeder weiß, aber erfolgreich verdrängt: Dass unser Leben selbst bei gesündester Ernährung irgendwann endet, und dass Jesus das Brot für uns geworden ist, das für immer da ist.
Dass wir von Jesus die Kraft nicht nur für uns selber bekommen, sondern auch für die Bewahrung der Schöpfung und für den Kampf um Gerechtigkeit - das ist genauso wahr wie die Tatsache, dass wir halt trotzdem oft Angst haben, dass es für uns selber nicht reichen könnte, dass wir übervorteilt und ausgenutzt werden. Nochmals wurde daher die schon von der Erstkommunion bekannte Geschichte mit der Katze vorgespielt, die alle Tiere einlädt, auf den rettenden Baumstamm zu kommen. Bei Jesus haben alle Platz. „Wir demonstrieren nicht gegen jemanden, wir demonstrieren für Jesus“.
Anschließend gab es wie bereits gewohnt den Frühschoppen des Musikvereins. Unter der Leitung von Josef Mörzinger zeigten die Jungmusiker (unterstützt von einigen Oldies) was sie schon alles draufhaben.