Jugend-Stress-Messe
Nach der umwerfenden Jugendmesse im Vorjahr waren die Erwartungen an die heurige Jugendmesse von Reini Fischer sehr hoch, sprich: bummvolle Kirche schon 5 Minuten vor Beginn des heutigen Gottesdienstes. Da mussten die Gottesdienstbesucher erfahren, dass Reini Fischer am Tag vorher ins Krankenhaus gekommen war und die Leitung nicht übernehmen konnte. Wenn wir nicht gehört hätten, wie kurzfristig Christina Poxrucker und Stefanie Hinterleitner für ihn eingesprungen sind - gemerkt hätte es niemand, denn ihre Performance war überaus gekonnt! Im Vorfeld des Gottesdienstes übten wir mit den beiden alles, was für eine Turbomesse, mit der wir nach 1/2 Stunde fertig sind, nötig ist: Das Turbokreuzzeichen („Im Namen des – Amen“), rasches Aufstehen, im Vorfeld überlegen, welcher Person („nur einer!!“) wir später den Friedensgruß geben wollten, etc. Denn die Zeit - die Zeit rannte und rannte auf und ab und bald endgültig davon. So sang es auch der Jugendchor (den der Hubert von Goisern sicher engagiert hätte für sein nächstes Konzert) im Refrain:
... und wir hetzn und wir fetzn
es is lässig, aber stressig
und wann ma lang so weiterhudln
brennt da Huat.
Selbstverständlich muss ein Facebook-Foto gepostet werden, denn „die ganze Welt wart auf unser Jugendmessfoto“ - darüber freut sich der Zeitdieb Zweng: „was de de Zeit vadoan für des deppade Facebook-Foto - und wann i dran denk, was de erst Zeit liegn lassen, de se's anschaun!“ Gemeinsam mit dem Zeitdieb Überallawengdabei und dem Zeitdieb Mr. WWW, der dafür sorgt, dass ein paar noch in der Kirche posten, dass sie in der Jugendmesse sind, STEHLEN sie die Zeit.
Aber unser Pfarrer Reinhard Bell, der lässt sich das nicht gefallen. Er NIMMT sich die Zeit: „... waun i wü, dass i mir de Zeit nimm, daun nimm i ma's.“ Und die Zeitdiebe verduften und da ist urplötzlich ganz viel Zeit und Ruhe in der Kirche von Lacken - und Pfarrer Bell liest den Evangeliumstext vor: (Mt 11,28-30):
„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“
Die anschließende ruhige Eucharistiefeier können alle mit ganzem Herzen mitfeiern - und das Feiern endet nicht mit dem Ende des Gottesdienstes: Denn unser Pfarrer Reinhard Bell feierte am 4. Jänner seinen 50. Geburtstag. Außerdem sind heuer 20 Jahre Priester, 10 Jahre Pfarrer und 5 Jahre Dechant ein Feiergrund und ein Grund fürs dankbare Beschenken unseres Jublilars. Draußen vor der Kirche steht schon der Musikverein Lacken bereit, um musikalisch unser aller Dankeschön und unsere guten Wünsche zu unterstreichen. Auch danach kommen wir nicht ins Hudeln, die allermeisten begleiten Pfarrer Bell noch ins Feuerwehrhaus, wo die fleißigen Hände der Mitglieder des Fachausschusses Feste und Feiern mit ihren Helferinnen alles für eine gemütliche, schöne Agape vorbereitet hatten.
Herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Jugendgottesdienstes und der Feier beigetragen haben!