Fronleichnam
Pfarrer Bell erklärte den Namen des Festes: „vrone“ hatte im Mittelalter die Bedeutung: „des Herrn“; „licham“ hieß im Mittelalter der Leib eines Menschen. Fronleichnam bedeutet also: Leib des Herrrn. Die verwandelte Hostie wird normalerweise zu Fronleichnam in der Monstranz durch die Straßen getragen. „Monstranz“ kommt vom Lateinischen monstrare, das „herzeigen“ heißt. Eine Monstranz ist also ein Gefäß, mit dem man etwas herzeigen kann. Die Frauen der Blumenschmuckgruppe haben wie jedes Jahr auch heuer wieder liebevoll den ganz besonderen Blumenschmuck gestaltet. Sie machen jedes Jahr an der starren, vergoldeten Monstranz durch ihren schönen Blumenkranz etwas von der Liebe sichtbar, die wir für Jesus hegen, unsere Dankbarkeit, die wir für seine leibliche Gegenwart in der geweihten Hostie empfinden. Der Musikverein sorgte dafür, dass auch in der Kirche akustisch die Erinnerung an die Fronleichnamsprozession wach blieb. Der eucharistische Segen, der bei einem Fronleichnamsumzug an den verschiedenen Stationen gespendet wird, wurde heute in der Kirche gespendet: Dieser ganz besondere Segen wird mit einer in der Feier der Heiligen Messe gewandelten Hostie gespendet. Mit viel Weihrauch wurde unsere Verehrung und unser Gebet unterstrichen - Katholischsein ist etwas für Leib und Seele, das spürte man auch in der Kirche!
Die Erstkommunionkinder machten mit der Darstellung von Sonne, Mond und Sternen klar, was wir bei Schönwetter auch außerhalb der Kirche gerne „bezeugt“ hätten: Dass Christen nicht aus ihrer eigenen Kraft leuchten, sondern aus der Kraft, die sie von Jesus empfangen.
Das Lied der Kindergartenkinder über den großen Gott, der so nahe bei uns ist, war für alle eine große Freude. Pfarrer Bell betonte anhand der Darstellung auf der Osterkerze, dass wir durch die Bibel Jesus erkennen können und durch die Kommunion die Kraft bekommen, ihn zu bekennen und in unserem Leben zu bezeugen.
Herzlichen Dank an alle, die an der Gestaltung dieses Festes mitwirkten!