Firmung: "Bei-Stand für immer"
Zum Einzug bei herrlichem Sonnenschein wurden die Firmlinge und ihre Paten von Pfarrer Bell, Sissy Strigl und dem Firmspender bei der Ortskapelle abgeholt, begleitet vom Musikverein Lacken und gefolgt von vielen Eltern und Verwandten.
Vor Beginn des Firmgottesdienstes begrüßte Pfarrer Bell den Firmspender, Bischofsvikar Monsignore Wilhelm Vieböck, Direktor des Pastoralamtes der Diözese Linz und betonte, dass er ein echter „Wunschfirmspender“ der Pfarre sei.
In seiner Ansprache fasste Bischofsvikar Wilhelm Vieböck das Evangelium in dem Satz zusammen: „Wenn jemand Jesus liebt, kann nicht mehr viel schief gehen.“ Die Firmlinge haben mit einem Hl. Geist einen Bei-Stand. Wobei dieser Bei-Stand, so wie ein Firmpate, eine willkommene Hilfe ist und nicht jemand, der Vorschriften macht. Darum braucht ein Gefirmter sich nie allein und verlassen fühlen. Bei-Stand und Widerstand zu leisten, ermutigte Wilhelm Vieböck auch die Firmlinge selbst: Wenn z. B. jemand angegriffen wird, oder wenn ein Unrecht geschieht. Mit dem Zeichen des Kreuzes auf der Stirn, betonte er, werde auch der Mut zum Widerstand, zur Zivilcourage gestärkt. Nicht umsonst spricht man davon, dass jemand die Stirn hat, etwas zu tun oder zu fordern.
Eine Firmkandidatin, Sarah Speckhard, bat nach der Ansprache den Firmspender um die Firmung. Auf seine Frage, ob sie auch gut vorbereitet seien, erklärte Sissy Strigl die Details der Vorbereitung in der Pfarre.
Nach der gemeinsamen Erneuerung des Taufversprechens kam für die Firmlinge der große Augenblick der Firmung. Dabei gab der Firmspender zusätzlich jedem Einzelnen persönlich seine guten Wünsche mit – die Firmlinge strahlten!
Nach der Firmspendung baten im Namen aller ein Pate, ein Elternteil, ein Firmling, ein Mitglied des Firmteams und Pfarrer Bell Gott um seine Hilfe für ihre Aufgaben. Reini Fischer, der Jugendleiter des Dekanats St. Johann, sprach zum Schluss ein Fürbittgebet für die Firmlinge und alle Teilnehmer.
Der Jugendchor, begeisternd wie immer, trug ebenfalls zum Thema Bei-Stand bei mit dem traumhaft vorgetragenen Lied:
„Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst: Niemand ist da, der mir die Hände reicht.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst: Niemand ist da, der mit mir Wege geht.
Und der Friede Gottes, der höher ist als unsre Vernunft, der halte unsren Verstand wach und unsre Hoffnung groß und stärke unsre Liebe.“
Ein Firmpate, Michael Radinger, versprach im Namen aller Firmpaten den Firmlingen, sie als Freund mit eigenen Stärken und Schwächen bei der Suche nach Gott mitten im Alltag zu begleiten.
Pfarrer Bell dankte zuletzt sehr herzlich dem Firmspender und allen, die sich bemüht haben, dass das Fest so schön geworden ist.