Ich denk an dich
Wenn man auch weiß, dass man in der realen Situation doch auf sich allein gestellt sein wird – es tut trotzdem gut, wenn man vorher gehört hat: „Ich denk an dich!“
Wenn am Tag oder vielleicht noch mehr in der Nacht, in jeder beliebigen Stunde oder Minute die Sirene ertönt, dann gilt es sich unverzüglich auf den Weg zu machen, hin zum Einsatzort, wo es gerade ein Unglück gibt. Ich denke, dass da Ehepartner, Freundin, Eltern und noch viele andere mehr ausgesprochen oder unausgesprochen mit auf den Weg geben: Ich denk an dich. Ich denke an jene, die jetzt voll und ganz gefordert sind, dass sie am Unglücksort die richtigen Entscheidungen treffen und die erforderlichen Maßnahmen, die bei Übungen oft und oft geprobt wurden, im Ernstfall richtig zu setzen und durchzuführen.
Ich denk an dich. Vielleicht ist es gerade dieser Gedanke, der mich verantwortungsvoll in der Situation handeln lässt, d.h. sich selber wenn möglich nicht unnötig in Gefahr zu begeben und trotzdem möglichst wirksam zu helfen.
Jesu Beistand
Im Evangelium denkt Jesus an seine Jünger und Jüngerinnen und verheißt ihnen einen Beistand. Er nennt ihn den Geist der Wahrheit. Es ist der Heilige Geist, der die Jüngerinnen und Jünger nach seinem Weggang bzw. Heimgang zu seinem himmlischen Vater, dessen die Kirche am Fest Christi Himmelfahrt gedenkt, befähigt, sein Werk fortzuführen.
Was bleibt von uns
Von Albert Schweitzer stammt das Wort: „Das einzige Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“ Es ist fast, als würde er Jesu Abschiedsworte weiterschreiben. Die Fußspuren Jesu sind im Staub Jerusalems verweht, doch die Spuren seiner Liebe bleiben. Sie verwandeln Menschen, entzünden etwas, das niemand auslöschen kann. Eine Kraft, die sich für andere einsetzt, die sich für andere hingibt, die sich in den Dienst des Lebens anderer stellt.
Die Liebe allein bestimmt den Wert unseres Tuns. Damit ist nicht nur gemeint, dass ich mich ausschließlich für andere verausgabe. Dieses Wort meint auch, dass es auch Zeiten braucht, die ich für mich reserviere oder für das absichtslose Zusammensein mit Freunden. An anderer Stelle spricht Jesus klar und deutlich darüber. Das dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, wenn das andere, der Einsatz und die Hingabe für andere gut gelingen soll.
Pfarrer Franz Starlinger
zu den Bibelstellen: Apg 8,5-8. 14-17 | Ps 66,1-7. 16. 20 | 1 Petr 3,15-18 | Joh 14,15-21
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