Sonntag der Völker
Der Sonntag der Völker und der vom UNO-Flüchtlingswerk UNHCR festgelegte „Lange Tag der Flucht“ am 29. September sind Anlass, das Schicksal von Flüchtlingen in den Blick zu nehmen.
Nach Angaben der UNO sind weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Krieg, Verfolgung, Hunger, Gewalt oder völlige Aussichtslosigkeit zwingt sie, ihre Heimat zu verlassen. Der weitaus größte Teil von ihnen sucht Schutz im eigenen Land oder in einem Nachbarland. Ein Bruchteil sucht Asyl in Europa.
Seit der „Flüchtlingswelle“ vor zwei Jahren sind wir auch in Österreich verstärkt mit dem Schicksal von Flüchtlingen konfrontiert. Wie in vielen anderen Gemeinden haben auch in Kopfing AsylwerberInnen Unterkunft gefunden.
Brücken bauen
„Brücken bauen“ ist ein pastorales Projekt des Dekanates Andorf. Es will die Lage der „Fremden“ sehen und im Geist Jesu darauf reagieren. Der Gottesdienst mit Asylwerbern in Kopfing ist eine Aktion im Rahmen dieses Projekts.
Warum Asylwerber im Gottesdienst?
Im Gottesdienst feiern wir die Nähe und Liebe Gottes zu allen Menschen in all ihren Lebenslagen. Für Christen müssen Gottesliebe und Nächstenliebe zusammengehören wie zwei Seiten einer Medaille. Man kann nicht fromm Christ sein ohne Sensibilität für die Lage von anderen Menschen. Deshalb wollen wir am „Sonntag der Völker“ Menschen aus fremden Ländern, die in Kopfing auf ihr Asylverfahren warten, Gesicht und Stimme in der Sonntagsmesse geben.
Begegnung nach dem Gottesdienst
Anschließend an den Gottesdienst wird vor der Kirche (bei Schlechtwetter im Festsaal im Pfarrhof) zu einer kleinen Agape eingeladen. Schlagen Sie eine Brücke, genießen Sie kleine Schmankerl aus fremden Kulturen und kommen Sie ins Gespräch mit AsylwerberInnen.
Martin Brait
Dekanatsassistent