Der Aschermittwoch mit dem Zeichen der Auflegung des Aschenkreuzes - Beginn der Fastenzeit, der österlichen Bußzeit

Wir sind stets dem Tod preisgegeben und gleichzeitig will Gott uns sein Leben schenken. Gottes Lebensatem bewahrt uns vor dem beklemmenden Ringen um Luft, hervorgerufen durch Ehrgeiz oder Teilnahmslosigkeit, die unseren Glauben auslöschen, unsere Nächstenliebe erkalten lässt und uns die Hoffnung nehmen, weil wir uns an Traurigkeit und Resignation gewöhnt haben. Die Fastenzeit lässt uns nach dem Lebensatem Gottes lechzen.
In der Fastenzeit sind wir aufgerufen, dem Wort Gottes an uns Gehör zu verschaffen: „Kehrt um zu mir, eurem Herrn, von ganzem Herzen!“.
In dieser Gnadenzeit und Vorbereitungszeit auf Ostern richten wir unseren Blick besonders auf Christus am Kreuz.
Er nahm den Tod am Kreuz auf sich, damit wir das Leben gewinnen.
Die Gottesdienst-Texte der Fastenzeit, die Kreuzwegandachten jeden Sonntag um 19 Uhr in der Pfarrkirche , unsere Erneuerung des Glaubens in einer guten Hl.Beichte,
aber auch die Aktion der Kath.Frauenbewegung zum Familienfasttag und viele weitere Angebote sind Gelegenheiten, sich frei zu machen für die Botschaft Christi, die uns als Christen auf den richtigen Weg setzen.
Die Fastenzeit will uns frei machen von allem, was uns in unserem Leben erdrücken will, die uns zu einer Sache machen will, was nicht unserer Würde als Kinder Gottes entspricht. Die richtig verstandene Fastenzeit wird so ein Weg des Menschen in seine Freiheit. Christus spricht von der Selbstverleugnung und dem Kreuztragen. Wer dazu bereit ist, sich selbst hintanzustellen und dem Ruf Gottes zu folgen, sich zu verlieren, wird gerade dadurch sich selbst und Gott neu gewinnen. So wird der Weg auf Ostern zu, die Österliche Bußzeit eine Straße in die wahre Freiheit und das wahre Leben des Menschen.
Eine gesegnete und bereichernde Fastenzeit wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Lambert Wiesbauer