Fronleichnam – Tut dies zu meinem Gedächtnis

Die von Jesus seinen Jüngern aufgetragene Gedächtnisfeier
Jesus vollzog diese Paschafeier auch mit seinen Jüngern. Unmittelbar vor seinem Tod setzte er bei seiner letzten Paschafeier mit seinen Jüngern ein neues Zeichen. Jesus nimmt Brot und Wein, spricht über sie den Dank und reicht sie den Jüngern mit den Worten, die bei jeder Hl.Messe die Wandlungsworte sind.
Mit diesem Tun nimmt er zeichenhaft seinen Tod und dessen Wirkung, die Erlösung, voraus. Zugleich gibt er den Auftrag, mit dieser zeichenhaften Handlung sich stets seiner Liebe und Hingabe für alle zu erinnern und Jesu Erlösungswirken fortzusetzen durch die Nachahmung von Jesu vollkommener Liebe und Lebenshingabe.
Unsere Kirche feiert Tag für Tag bei jeder Hl.Messe dieses Gedächtnis Jesu und vollzieht so die Heiligung ihrer selbst und der Menschen.
Dabei dürfen wir Jesus, den Erhöhten und Verklärten in der Hl.Kommunion in uns aufnehmen.
Jesus ist und bleibt ja als Mensch und Gott wahrhaft gegenwärtig in den Hl.Gestalten von Brot und Wein, seinem verklärten Leib und heiligen Blut. Und Gott selber offenbarte der Hl.Ordensfrau Juliana von Lüttich im Mittelalter, dass er sich nicht nur den Empfang von ihm im Hl.Brot und Blut wünsche sondern auch seine Verehrung und Anbetung in der Hl.Hostie, im Altarssakrament.

An Fronleichnam geschieht dies sehr feierlich, doch wird sie auch in den verschiedenen Anbetungsfeiern vollzogen. In dieser Anbetung begeben wir uns hinein in das Geheimnis des uns liebenden Gottes. Mit dem Auftrag der Gedächtnisfeier an Jesus ist auch verbunden die Weihe derer, welche die Hl.Messe feiern. Altarssakrament und Priester sind zwei aufeinander bezogene Sakramente.
Pfarrer Lambert Wiesbauer