Dreifaltigkeitssonntag – ich g l a u b e an e i n e n G o t t in d r e i P e r s o n e n

Unser Denken über Gott führt zunächst einmal an die Frage nach dem Seinsgrund von allem. Kunde über Gott erhalten wir aber erst von Jesus, dem Mensch gewordenen Sohn Gottes. Jesus nennt Gott (Jahwe) seinen Vater. Als Offenbarer des Wesens seines Vaters schenkt er uns als Mensch durch sein Wort und seine Taten Einsicht in das Wesen Gottes. Auf Gott geht die ganze Schöpfung zurück. Aus seiner Freiheit heraus hat er sie aus nichts hervorgebracht. Gott wäre auch ohne seine Schöpfung höchst glücklich.
In seinem Sohn Jesus zeigt Gott, wie sehr ihm an uns Menschen liegt und er unser ewiges glückliches Leben haben will. Jesus macht uns aber auch deutlich, dass der eine und dreieine Gott in sich höchst vollkommen ist, ein Liebesgeschehen dreier Personen. Sie treten uns in ihrer Verschiedenheit mal schöpferisch, dann offenbarend, vollkommene Liebe bis zum Tod am Kreuz zeigend und einigend und heiligend entgegen. Jesus macht deutlich: in Gott ist belebender und heiliger Geist. Dieser ist die verbindende Einheit Gottes in sich, aber auch zwischen Gott und Mensch.
Gott zwingt den Menschen nicht, ihn zu lieben und schränkt so seine Allmacht ein. Das ist der Preis der Liebe. In unserer Anbindung an Gott finden wir Halt in unserem Leben, erwidern wir Gottes Liebe. Stets wird uns Gott aber auch ein Geheimnis bleiben, das für uns frag-„würdig“ ist, das wir erahnen dürfen und das höchster Ehre wert ist.
Pfarrer Lambert Wiesbauer