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Pfarre Haslach an der Mühl
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Der Friedhof in Haslach - einst und jetzt

Pfarrblatt November 2024

Auf Friedhöfen gedenken wir verstorbener Verwandter und Freunde. Zudem sind sie ein Spiegel der Geschichte und seiner Bewohner. Friedhöfe sind also das Gedächtnis eines Ortes und unseres Landes.

In der römischen Tradition lagen Begräbnisstätten außerhalb der Ortschaften - im Frühmittelalter begann man, die Bestattungen rund um die Kirchen vorzunehmen. Die Toten sollten den Schutz der Kirche genießen. Ab 1800 wurden die Toten aus hygienischen und Platzgründen wieder vermehrt entfernt vom Ortskern begraben. Bis 1846 befand sich der Friedhof in Haslach bei der Kirche und wurde dann an den heutigen Standort an der Sternwaldstraße verlegt. 1946 wurde der Friedhof von der Pfarre übernommen und im selben Jahr wurde auch der Russenfriedhof angelegt.

Vom einstigen Friedhof rund um die Kirche gibt es heute noch einige Zeugnisse und es ist ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit vom Alltag geblieben. Die Totenleuchte und besonders die im Beinhaus aufbewahrten Knochen Verstorbener erinnern an die frühere Bedeutung dieses Ortes.Friedhofskreuze 1955

Auf der Mauer des Friedhofes waren Metallkreuze der Randgräber angebracht. Diese sind leider nur mehr auf Bildern erhalten, da die letzten vorhanden Kreuze im Zuge von Kirchenrenovierungen unter Pfarrer Benedikt Pendlmayr entfernt wurden. Einige Kreuze wurden vor einigen Jahren bei einem Altwarenhändler in Arnreit ausfindig gemacht – der Zustand war jedoch so schlecht, dass ein Ankauf nicht in Betracht gezogen wurde.

Zahlreiche Grabplatten aus dem 15. bis 18. Jahrhundert befinden sich noch an der Ost- und Südwand der Kirche. Teilweise nur mehr schwer lesbare Inschriften erinnern an uns heute unbekannte einstige Bürger/innen von Haslach.

Eine der ältesten vorhandenen Platten ist die vom ehrbaren Bürger Jakob Krenauer - welcher am Aschermittwoch 1512 verstorben ist - und seiner Frau Agnes Krenauer. Der 76x147 cm große Stein ist aus rotem Marmor im Renaissance Stil.

Ebenfalls aus rotem Adneter Marmor ist die 61 cm breite Grabplatte an der Ostseite des Steinmetzmeisters und Bürgers Kajetan Getzinger - gestorben um 1550. Die Familie Getzinger hat über Generation hinweg viele Steinmetzarbeiten unserer Region durchgeführt.

An der Außenseite der Sakristei befindet sich die interessante Grabtafel aus Kalkstein des Peter Paul Riederer. An der Unterseite befindet sich ein kleines Weihwasserbecken und auf ihr ist ausführlich zu lesen:

Allhier ruhet in Gott der Wohl Edle uns wohlweise Herr Peter Paul Riederer des Inneren Raths Bürger und Leinwathshandler hier zu Haslach seines alters 53 Jahr 7 Monath, so den 25 jenner 1786 zwischen 2 und 3 Uhr früh seelig in Herrn entschlaffen.

Zum Andenke hat unterlassene Frau Wittib Maria Francisca, eine geborene Proppin, welche 20 Jahr seine gefärtin ware, und sammentlich unterlassene Kinder haben dises Epitavium*** machen lassen. Christliches Herz betracht den Todt, wünsch den Verstorbenen Rueh in Gott, ein Vatter unser ihnen schenck. Stirbst du, das mann auch deiner denckt.

Es lohnt sich, in Ruhe einen genaueren Blick auf diese Zeitzeugen unserer Vergangenheit rund um unsere Kirche zu werfen, an denen wir sonst meist achtlos vorbeigehen.

Johannes Kastner

 

***Epitavium/Epitav – zum Grab gehörend Verse,  Zitate oder sonstige Sprüche auf Grabmälern in oder an Kirchen, die sich auf den Verstorbenen oder auf sein Leben beziehen. Grabsprüche entstanden bereits im alten Ägypten und erreichten im römischen Reich weite Verbreitung. Bei uns gibt es diese seit dem Mittelalter - werden aber heute nur noch selten angebracht.

 

 

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