"Ein Teil fiel auf guten Boden und brachte Frucht!"
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
Die Verlautbarungen der kommenden Woche
"Gerade haben wir gehört, wie Jesus über das Reich Gottes gesprochen hat.
In dem Gleichnis über den Sämann geht es nicht um Leistung, Erfolg oder
fromme Perfektion. Es ist ein Gleichnis über Geduld und Hoffnung. Und über einen Gott, der großzügiger ist, als wir uns das oft vorstellen können. Bevor Jesus beginnt, seine Gleichnisse zu erzählen, sagt es ausdrücklich:
„Mit dem Reich Gottes ist es wie …“
Also in unserem Falle: Mit dem Reich Gottes ist es wie mit dieser Aussaat.
Stellen wir uns Gott also als Sämann vor. Er streut die Saatkörner großzügig aus, ja geradezu verschwenderisch! Das würde kein guter Ackerbauer, kein guter Landwirt so machen! Viel zu viel Verlust! Wer kann sich denn einen solchen Umgang mit seinem Saatgut leisten?
Aber bei Gott geht`s nicht sparsam zu und schon gar nicht knausrig. Er gibt mit vollen Händen. Nichts wird zurückbehalten! Er sagt weder: „Hier lohnt es sich nicht“ noch „Hier sind die Chancen zu gering“. Nein. Gott gibt mit vollen Händen und ohne Berechnung. Er schmeißt den Samen auch dorthin, wo es felsig ist, wo Unkraut und Dornen wachsen. Gott ist eben nicht sparsam mit seiner Liebe, er schenkt sie uns immer und immer wieder. Dabei fragt er nicht danach, ob wir sie uns verdient haben! Ob wir schon etwas geleistet haben. Oder ob wir vielversprechend genug sind. Mit diesem Gleichnis sagt Jesus uns: Gott gibt niemanden jemals auf. ....."
Aus den Predigtgedanken von Karin Bogner, BEd
