"Kommt her und esst!"
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
Die Verlautbarungen der kommenden Woche
" „Ich gehe fischen!“ – „Wir kommen auch mit!“ Diese zwei Aussagen
tragen eine große Dramatik in sich. Die Katastrophe des Karfreitags sitzt den Männern noch tief in den Knochen. Einst sind sie auf den Ruf Jesu hin vom gleichen Seeufer aus als Fischer aufgebrochen, ließen ihre Netze zurück, um sich ganz und gar der Frohen Botschaft zu verschreiben, die Jesus verkündete. Und jetzt, sind sie wieder zurück. Mit dem Satz: „Ich gehe fischen“ scheint die ganze Sache mit Jesus zu Ende zu sein. Wenn schon innerlich alles in „Trümmern“ liegt, bleibt nur noch das, was einmal getragen hat: der angestammte Beruf, das alte Leben. Es ist auf einmal wieder so, als hätte es die Jahre dazwischen nie gegeben. Also Netze auswerfen, anpacken und vergessen, was war.
Aber die Sache geht nicht auf. Die Netze füllen sich nicht wie früher:
„Sie fingen nichts.“ Was für ein schrecklich schlichter Satz! Zweimal steht er geschrieben, damit man die Dramatik ihres erfolglosen Tuns versteht und die dahinterliegende Botschaft. Ein Nullpunkt wird markiert. Man kann nicht einfach in die Vergangenheit fliehen, das Leben rückwärts leben. Das funktionierte bei den Jüngern Jesu nicht und es funktioniert auch heute bei keinem Menschen. Ein Nullpunkt kann aber auch zur Gnade werden, zum Geschenk, wenn man seine Botschaft versteht. ........"
Aus den Predigtgedanken von Dr. Josef Keplinger
