"Er ist wirklich der Retter der Welt!"
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
Die Verlautbarungen der kommenden Woche
".........Brunnen sind immer Orte der Begegnung, dort kommen alle
zusammen, um Wasser für den täglichen Bedarf zu holen. Dort am Brunnen war und ist aber auch der Umschlagplatz aller Informationen, sogar Hochzeiten wurden am Brunnen vereinbart, also ein ganz zentraler, wichtiger Ort (die Bibel nennt etliche Beispiele).
Dan die Begegnung mit Jesus: Das Gespräch entspinnt sich um etwas Lebenswichtiges, das Wasser (ohne Wasser geht nichts, ist kein Leben möglich), wird dann aber schnell tiefgründig, bekommt Tiefgang. Ja, ermöglicht zwischen feindlichen Völkern einen intensiven Dialog.
Jesus nimmt sich auffallend viel Zeit für diesen Dialog, er geht auf sie ein – wohlgemerkt, auf eine Frau, die noch dazu aus einem verfeindeten Volk stammt. Und dies Frau lässt sich ein, sie lässt sich von Jesus durch dieses Gespräch führen.
So ein Brunnen hat einen hohen symbolischen Wert, unsere Fastenzeit ist wie ein Gang zum Brunnen! Wenn das Wasser ruhig ist, ich mir also bewusst Zeit, Ruhe und Aufmerksamkeit gönne, passiert zweierlei:
Ich sehe mich zunächst einmal selbst (und mein Leben), sehe mein Spiegelbild. Im Verzicht, im Fasten (Fleisch, Alkohol, Auto, Süßigkeiten, Handy, …) entdecke ich meine Konsumgewohnheiten, meine Bedürfnisse und auch meine Abhängigkeiten (Bsp. Handyfasten in Schulen), meine Ängste, meine Sorgen. Es ist die Gefahr in einer Wohlstandsgesellschaft immer noch mehr haben zu wollen, anstatt sich zu fragen: brauche ich das wirklich, macht es mich glücklicher, macht es mein Leben reicher? Die Oberfläche muss erst zur Ruhe kommen. ..........."
Aus den Predigtgedanken von Pfarrvikar MMag. Klaus Dopler
