"Ihr seid das Salz der Erde"
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
Die Verlautbarungen der kommenden Woche
" ...........die Maßstäbe des Reiches Gottes sind konträr zu den
Maßstäben dieser Welt. Und Nachfolge ist kein Kuschelkurs, da ist mit Ablehnung und Verfolgung zu rechnen.
Jesus gibt weder Anweisung, resignativ in der Welt auszuharren, oder die böse Welt zu verachten, aber auch nicht sich als etwas Besseres zu wähnen, sich gar als besondere Elite in eigener Blase abzugrenzen und sich vor der bösen Welt zu schützen.
„Christliche Identität ist kein Mittel zur Abgrenzung“ betonte Kardinal Radcliff bei der heurigen Pastoraltagung in Sbg. Ganz im Gegenteil (vgl. Evgl.): „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt“
Es heißt nicht „möget ihr es sein, ihr sollt es sein, ihr müsst es sein (also weder Wunsch, noch Appell, noch Drohung), sondern „ihr seid es“, also eine Zusage, eine Ermutigung, die konsequenterweise von selbst zum Handeln führt.
Die Bildworte vom Salz und Licht handeln von Dingen, die nicht um ihrer selbst Willen da sind: das Salz soll Speisen würzen, das Licht soll die Umgebung ausleuchten. Salz für sich ist definitiv ungenießbar, in zu hoher Dosierung sogar tödlich (das Tote Meer heißt nicht umsonst so).
Damit sind wir beim Kern: „Ihr seid das Salz der Erde“ macht deutlich, dass Religion eben nicht Privatsache ist, für sich selber da ist, sich selbst genügt. Salz ist ein Gewürz mit spürbarer Wirkung, es verändert den Geschmack von Speisen. Ja, wo Christ*innen sich in der Welt einmischen, Salz sind, verändert sich der Geschmack am Leben. ......."
Aus den Predigtgedanken von Pfarrvikar MMag. Klaus Dopler