"Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen."
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
Die Verlautbarungen der kommenden Woche
"...........An keinem anderen Tag wird das Fehlen oder der Verlust der Familie intensiver und schmerzvoller erlebt, als zu Weihnachten. Dieser Schmerz ist die Kehrseite der Sehnsucht nach Familie. Die Kirche stellt uns mit dem heutigen Fest eine Familie vor, die heilig ist, weil ihre Mitglieder als heilige Menschen bezeichnet werden.
Heißt das, dass in dieser Familie alles heil, schön, himmlisch war?
Das Evangelium hat uns von einer sehr unheilvollen Welt erzählt, von Flucht vor Bedrohung des Lebens, von Exil, von der Bitterkeit, in der Fremde sein zu müssen!
Mit dem Fest der Heiligen Familie möchte die Kirche der Sehnsucht der Menschen nach heiler Familie Rechnung tragen! Es ist ja eigenartig, dass der Wunsch nach Familie gerade bei jungen Menschen noch immer einen ganz hohen Stellenwert hat, wie Umfragen bestätigen. Leider schaut die Wirklichkeit anders aus, die Familie in ihrer traditionellen Form scheint einer Form zu sein, die vom Aussterben bedroht ist.
Alleinerziehung ist für viele Familien eine Realität, mit der hohen Anzahl von Scheidungen fällt die Ehe als wichtige Säule der Familien weg. In Beschreibungen unserer Gesellschaft liest man: „Single-Haushalte nehmen zu, längere Ausbildungszeiten, Erfordernis der Mobilität, Schnelllebigkeit, gesellschaftliche Akzeptanz des Alleinlebens und – wenn überhaupt – die spätere Familiengründung sind die Ursachen. Partnerschaften auf Zeit mit „Lebensabschnittsgefährten“ sind im Trend und lebenslange Gemeinsamkeit in der Ehe wird eher die Ausnahme.“ ..........."
Aus den Predigtgedanken von Karin Bogner, BEd