"Denn für Gott ist alles möglich"
Verlautbarungen der kommenden Woche
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
„Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben (= zu
erlangen)?“ So fragt der Mann Jesus im heutigen Evangelium nach dem „richtigen Weg“, um in den Himmel zu gelangen.
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Beim Durchdenken unserer heutigen Schriftlesungen sind mir drei ganz markante Aussagen durch den Kopf gegangen, die es für mich wert sind, einmal näher betrachtet zu werden.
Zum Ersten: „Ich betete und es wurde mir Klugheit gegeben“. So beginnt die Lesung aus dem Buch der Weisheit, dem jüngsten Buch des Alten Testaments, das unmittelbar vor Jesus Auftreten entstanden ist. Die Textstelle daraus wurde nicht umsonst als eine Verbindung zum heutigen Evangelium in unsere kirchliche Leseordnung aufgenommen.
Klugheit ist lernen, darüber nachzudenken, wie Lebensziele erreicht werden können und hat deshalb auch mit Weisheit und Lebenserfahrung zu tun. Vernunft und Weisheit wurden uns bereits als Grundlagen unserer menschlichen königlichen Würde in der Taufe zugesichert.
Im Alten Testament werden Reichtum und Besitz an und für sich geschätzt und als Geschenk Gottes angesehen. Als Erweis, dass der- oder diejenige von Gott geliebt ist. Die Weisheit hilft dabei jedoch, klug mit diesen Gaben Gottes umzugehen. Zur Erlangung der Klugheit bedarf es – wie wir gehört haben – jedoch den ehrfürchtigen Austausch mit Gott, das Gebet. Ohne diesen Austausch fällt es schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Das führt mich hin zur Eingangsfrage: „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?“
Aus den Predigtgedanken von Dr. Wolfgang Traunmüller